Thomas Grote

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Wo feiern Sie am liebsten? Was ist für Sie ein feierlicher Ort?

Am liebsten feiere ich dort, wo Menschen aus der Region zusammenkommen. Das kann ein Dorffest, ein Vereinsjubiläum oder ein Abend mit Familie und Freunden sein. Feierlich wird ein Ort für mich nicht durch seine Größe, sondern durch die Menschen, die ihn mit Leben füllen.

Nutella-Brot mit oder ohne Butter?

Mit Butter. Wenn schon, dann richtig.

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Bildung & Medien

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Wie schaffen wir faire Lernbedingungen für alle Schüler?

Faire Bildung bedeutet nicht, dass alle dasselbe bekommen. Jeder Schüler muss die Unterstützung erhalten, die er tatsächlich braucht. Dafür benötigen wir genügend Lehrkräfte, verlässlichen Unterricht und eine gezielte Förderung bei Lernrückständen. Gleichzeitig müssen Leistung und Anstrengung wieder stärker zählen.

Wie wollen Sie einen respektvollen und kompetenten Umgang von Lehrkräften zu Schülern sicherstellen?

Respekt gilt in beide Richtungen. Lehrkräfte müssen Schüler ernst nehmen und fair behandeln. Umgekehrt haben sie Anspruch auf einen Unterricht ohne Beleidigungen oder Gewalt. Wir brauchen eine gute Lehrerausbildung, regelmäßige Fortbildungen und Schulleitungen, die bei Konflikten früh eingreifen. Beschwerden müssen geprüft werden, ohne Lehrkräfte unter einen pauschalen Verdacht zu stellen.

Wie wollen Sie die Qualität von Schulessen verbessern?

Entscheidend sind verbindliche Qualitätsstandards und regelmäßige Kontrollen. Schulen und Schulträger sollten stärker mit regionalen Anbietern zusammenarbeiten. Schüler müssen bei der Auswahl und Bewertung des Essens beteiligt werden. Ein günstiges Mittagessen hilft niemandem, wenn es am Ende im Abfall landet.

Wie stehen Sie dazu, Chinesisch oder andere wichtiger werdende Sprachen als zweite Fremdsprache anzubieten?

Ich unterstütze solche Angebote, wenn eine Schule genügend Interessenten und qualifizierte Lehrkräfte hat. Englisch muss sicher beherrscht werden. Danach können Chinesisch oder andere Sprachen eine sinnvolle Erweiterung sein. Kleine Schulen dürfen dadurch aber nicht zusätzlich organisatorisch überfordert werden. Digitale und schulübergreifende Kurse können hier helfen.

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Wie stehen Sie zu einem eigenen Unterrichtsfach „Medienbildung“?

Mecklenburg-Vorpommern hat bereits seit dem Schuljahr 2019/2020 das Fach „Informatik und Medienbildung“ ab Klasse 5. Dieses Fach sollte gestärkt und regelmäßig an neue technische Entwicklungen angepasst werden. Medienkompetenz gehört zugleich in andere Fächer, weil Desinformation, Datenschutz und der Umgang mit Quellen nicht nur Informatikthemen sind.

Was wollen Sie gegen Pornografie mit KI, sogenannte Deepfakes, im Internet machen?

Wer mithilfe künstlicher Intelligenz pornografische Bilder einer Person herstellt oder verbreitet, greift massiv in deren Würde und Persönlichkeitsrechte ein. Solche Taten müssen eindeutig strafbar sein und konsequent verfolgt werden. Plattformen müssen rechtswidrige Inhalte schnell entfernen und Beweise für die Strafverfolgung sichern. Betroffene brauchen leicht erreichbare Beratung und wirksame Möglichkeiten, die weitere Verbreitung zu stoppen.

Wie befähigen wir junge Menschen zu einem sicheren und konstruktiven Umgang mit KI?

Junge Menschen sollten früh lernen, wie KI arbeitet, wo sie Fehler macht und wie persönliche Daten geschützt werden. Dazu gehört auch, KI-Ergebnisse zu überprüfen und die eigene Arbeit kenntlich zu machen. Lehrkräfte benötigen dafür geeignete Fortbildungen. KI kann das Lernen unterstützen, darf aber eigenes Denken und Anstrengung nicht ersetzen.

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Wie machen wir Mobilität für junge Menschen bezahlbar?

Schüler, Auszubildende und Freiwilligendienstleistende brauchen ein landesweit nutzbares und bezahlbares Ticket. Der Preis allein reicht jedoch nicht. Ein günstiger Bus, der nur zweimal am Tag fährt, löst das Problem nicht. Gerade im ländlichen Raum müssen deshalb auch Rufbusse, Mitfahrangebote und flexible Kleinbuslinien ausgebaut werden.

Wie wollen Sie die ÖPNV-Anbindungen im ländlichen Raum sowie das Schienen- und Radwegenetz ausbauen?

Wir brauchen verlässliche Verbindungen zwischen Dörfern, Schulen, Ausbildungsstätten und den regionalen Zentren. Busfahrpläne müssen besser auf Bahnverbindungen abgestimmt werden. Stillgelegte Bahnstrecken sollten dort geprüft werden, wo ein tragfähiger Bedarf besteht. Beim Radwegebau müssen zuerst gefährliche Lücken an Schul- und Arbeitswegen geschlossen werden. Nicht jeder Ort braucht dieselbe Lösung.

Wie wollen Sie bessere Standortfaktoren für Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern schaffen?

Unternehmen brauchen schnelles Internet, bezahlbare Energie und verlässliche Verkehrswege. Genehmigungen müssen schneller erteilt und unnötige Berichtspflichten gestrichen werden. Berufsschulen müssen erreichbar bleiben und ihre Angebote stärker am regionalen Bedarf ausrichten. Wer in Mecklenburg-Vorpommern investiert und Ausbildungsplätze schafft, muss sich auf Politik und Verwaltung verlassen können.

Wie können wir jungen Menschen mit keinem oder wenig Einkommen die Suche nach günstigem Wohnraum erleichtern?

Wir müssen mehr bauen und bestehende Gebäude schneller nutzbar machen. Dafür braucht es einfachere Genehmigungen und mehr Wohnheimplätze für Auszubildende und Studierende. Landes- oder kommunale Grundstücke können gezielt für bezahlbares Wohnen bereitgestellt werden. In ländlichen Regionen sollten leer stehende Gebäude leichter umgebaut werden können.

Wie können wir Schülern, Auszubildenden und Studierenden einen besseren Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglichen?

Berufsorientierung muss früher beginnen und praktische Erfahrungen ermöglichen. Schulen sollten dauerhaft mit regionalen Betrieben zusammenarbeiten. Praktika dürfen nicht an fehlenden Busverbindungen oder komplizierten Vorschriften scheitern. Hochschulen und Berufsschulen müssen jungen Menschen außerdem zeigen, welche beruflichen Möglichkeiten es in Mecklenburg-Vorpommern gibt.

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Wo sehen Sie Ihre Verantwortung beim Rechtsruck und was werden Sie zukünftig dagegen tun?

Politik trägt Verantwortung, wenn sie Probleme verschweigt, Entscheidungen nicht erklärt oder Zusagen nicht einhält. Dadurch verlieren Menschen Vertrauen. Ich werde Extremismus klar entgegentreten, unabhängig davon, aus welcher Richtung er kommt. Gleichzeitig müssen wir über Migration, Sicherheit und staatliches Versagen offen sprechen können, ohne berechtigte Kritik pauschal als extremistisch abzuwerten. Demokratische Parteien gewinnen Vertrauen durch nachvollziehbare Entscheidungen und einen funktionierenden Staat zurück.

Wie stehen Sie zu einem AfD-Verbotsverfahren?

Ein Parteiverbot ist das äußerste Mittel eines wehrhaften Rechtsstaates. Darüber entscheidet allein das Bundesverfassungsgericht auf Grundlage gerichtsfester Beweise. Ein schlecht vorbereitetes oder politisch motiviert wirkendes Verfahren könnte die AfD weiter stärken. Deshalb halte ich einen Verbotsantrag ohne eine eindeutig belastbare Beweislage für falsch. Die politische Auseinandersetzung müssen demokratische Parteien selbst führen.

Wie stehen Sie zu frei verfügbaren Periodenprodukten auf allen Toiletten?

In Schulen und öffentlichen Einrichtungen sollten Periodenprodukte unkompliziert und kostenlos erreichbar sein, insbesondere auf Mädchen-, Frauen- und barrierefreien Toiletten. Das ist eine praktische Hilfe und mit überschaubaren Kosten umsetzbar. Eine undifferenzierte Ausstattung ausnahmslos jeder Toilette halte ich dagegen nicht für notwendig.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es immer mehr sehr arme und in Deutschland sehr reiche Menschen. Finden Sie das gerecht? Wenn nein, wie wollen Sie das ändern?

Armut, besonders bei Kindern, ist nicht hinnehmbar. Unterschiedliche Einkommen sind jedoch nicht automatisch ungerecht, wenn sie durch Arbeit, Verantwortung oder Unternehmertum entstehen. Entscheidend ist, dass Herkunft nicht über die Zukunft entscheidet. Gute Bildung, bezahlbarer Wohnraum und eine Wirtschaft mit gut bezahlten Arbeitsplätzen sind wirksamer als reine Umverteilung. Wer arbeitet, muss deutlich mehr zur Verfügung haben als jemand, der nicht arbeitet, obwohl er arbeiten könnte.

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