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Wo feiern Sie am liebsten? Was ist für Sie ein feierlicher Ort?
Auf einer Hausi mit Freunden oder Metal-Konzerten.
Nutella-Brot mit oder ohne Butter?
Ich schäme mich zwar ein wenig über die Menge Nutella die ich in meinem Leben schon gegessen habe, aber auf die Frage gab es für mich nie eine andere Antwort als: mit 🙂
Antworten von Lasse
Bildung & Medien
Antworten von Lasse
Wie schaffen wir faire Lernbedingungen für alle Schüler*innen?
Es darf nicht vom Zufall bzw. vom Wohnort abhängen, ob ein Kind oder eine Jugendlicher eine gute Schule besucht oder nicht. Wir brauchen gute Schulen mit individueller Förderung und guten Lehrkräften überall im Land. Schule hat heutzutage immer mehr Aufgaben, und die Kinder bringen immer mehr Herausforderungen mit in die Schule. Deshalb braucht es mehr multiprofessionelle Teams in den Schulen, damit Schule allen gerecht werden kann und die Lehrkräfte sich auf ihre Kernkompetenzen – nämlich den guten Unterricht – konzentrieren können. Das heißt: Neben den Lehrkräften sollen zukünftig auch verstärkt Sonderpädagoginnen, Schulsozialarbeiter oder auch Erzieherinnen den Schulalltag aktiv mit gestalten. Bildung beginnt schon in der Kita, hier werden die Grundlagen dafür gelegt, dass alle Kinder – unabhängig von ihrer Herkunft – einen guten Start in eine erfolgreiche Bildungslaufbahn haben. Es ist deshalb wichtig, dass die Kita in MV beitragsfrei bleibt. Denn Kita ist nicht nur Betreuung, sondern Bildung. Der nächste Schritt, den wir gehen wollen, sind dann kleinere Gruppen. Den Löwenanteil der zusätzlichen Bundesmittel aus dem Investitionsfonds – nämlich 600 Millionen EUR – fließt in MV in die Sanierung der Schulen – diese Prioritätensetzung finde ich absolut richtig. Denn auch ausgestattete Klassenräume, saubere Toiletten, Pausenhöfe auf denen man spielen kann, ein gesundes und preiswertes Mittagessen und der Zugang zu digitalen Tools gehören zu fairen Lernbedingungen.
Wie wollen Sie einen respektvollen und kompetenten Umgang von Lehrkräften zu Schüler*innen sicherstellen?
Wir haben gerade die Lehrkräfteausbildung in MV grundlegend reformiert. Dabei geht es auch darum, dass Lehramtsstudierende mehr Praxiserfahrung im Umgang mit den Schülerinnen und Schülern sammeln. Wirklich faires und erfolgreiches Lernen funktioniert nur in einer fairen und guten Umgebung. Schulen sind Lern- und Lebensorte, die sich durch demokratisches Miteinander definieren und sicherstellen, dass die Bedürfnisse und Perspektiven von Schülerinnen und Schülern anerkannt werden. Wie man das als Lehrkraft gut hinkriegt, das ist ein wichtiger Bestandteil des neuen Lehramtsstudiums in MV. Und auch im Referendariat und in der Fortbildung für Lehrkräfte gehört die Demokratiekompetenz mit dazu.
Wie wollen Sie die Qualität von Schulessen verbessern?
Schulessen ist ein wichtiger Bestandteil des Schulalltags. Deshalb muss es gesund und gleichzeitig aber auch preiswert sein. Um die Qualität des Schulessens zu sichern, gibt es die Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung – daran müssen sich die Schulen und Horte halten. Ich halte es auch für richtig, das Thema „Gesunde Ernährung und gesunde Lebensweise“ stärker in den Unterricht einzubauen. Leider gibt es viele Kinder, die das nicht in ihren Familien vermittelt bekommen.
Wie stehen Sie dazu, Chinesisch oder andere wichtig werdende Sprachen an Schulen als 2. Fremdsprache anzubieten?
Ich finde es absolut wichtig, dass Kinder Sprachen lernen. Das eröffnet ihnen neue Horizonte für ihr Leben und die Möglichkeit, Menschen aus anderen Kulturen kennenzulernen. Mit regulär zehn Fremdsprachen, die in Mecklenburg-Vorpommern unterrichtet werden, wird die Mehrsprachigkeit gefördert. Viele Schulen leben Partnerschaften mit Schulen vornehmlich aus anderen europäischen Ländern, wie z.B. die Europa-Schulen. Ein tolles Beispiel ist auch das Deutsch-Polnische-Gymnasium in Löcknitz, an dem Schülerinnen und Schüler aus Polen und aus MV gemeinsam zur Schule gehen und die Möglichkeit haben, die jeweils andere Sprache zu lernen. Einige Schulen bieten auch Sprachen an, wie z.B. Chinesisch – manche als Wahlpflichtfach oder auch als AG. Das ist gut. Daraus ein Angebot als 2. Fremdsprache zu machen, setzt die Ressourcen voraus, also vor allem ausreichend dafür ausgebildete Lehrkräfte. Die sind in Fächern wie Chinesisch oder auch Arabisch aktuell nicht gegeben.
Medienbildung & KI
Antworten von Lasse
Wie stehen Sie zu einem eigenen Unterrichtsfach „Medienbildung“?
Ohne Medienkompetenz wird es in Zukunft immer schwieriger sein, sich in dieser digitalen Welt zurecht zu finden. Deshalb ist gute Medienbildung sehr wichtig. Aber sie als ein vereinzeltes Fach zu unterrichten und sonst alles beim Alten zur lassen, halte ich nicht für zielführend. Medienkompetenz muss in allen Bereichen mitgedacht werden, sei es beim Rechnen oder wenn es um Geschichte oder Biologie geht. Deshalb ist es wichtig, dass alle Lehrkräfte den Umgang mit digitalen Medien beherrschen und auch den kritischen Umgang damit ihren Schülerinnen und Schülern vermitteln können. Künstliche Intelligenz, Soziale Netzwerke und digitale Medien sind zwar Teil unseres Alltags, doch bin ich auch davon überzeugt, dass Kinder das händische Schreiben lernen und die Grundkompetenzen wie Lesen, Rechtsschreibung und Rechnen lernen müssen. Nur wer diese Grundkompetenzen beherrscht, wird sich auch in der digitalen Welt zurechtfinden können.
Was wollen Sie gegen Pornografie mit KI (Deepfakes) im Internet machen?
Deepfakes sind eine echte Gefahr – nicht nur für die davon betroffenen Personen, sondern für unsere Gesellschaft insgesamt. Denn wenn man nicht mehr zwischen wahr und falsch unterscheiden kann, steht das Einfallstor für Lügen und Manipulation weit offen. Wir erleben das gerade im Wahlkampf hier in MV, wo Deepfakes eingesetzt werden, um Politikerinnen und Politiker der demokratischen Parteien zu verleumden. Solche Straftaten im Netz untergraben gezielt unsere Demokratie. Wir müssen deshalb mit strengen rechtlichen Maßnahmen dagegen vorgehen. Ich bin froh, dass die Bundesjustizministerin hier tätig geworden ist: Demnach sollen Betroffene von digitaler Gewalt bei strafrechtlich relevanten Rechtsverletzungen besser gegen die Täter im Netz vorgehen können. Dafür müssen die Online-Plattformen und Internetzugangsanbieter stärker in die Pflicht genommen werden. Es soll auch erleichtert werden, dass Betroffene Auskunft über die Identität von Rechtsverletzern erhalten können. Und wir müssen besser an Betreiber von sozialen Netzwerken herankommen, die ihren Sitz außerhalb der EU haben. Da ist vorgesehen, dass sie einen inländischen Zustellungsbevollmächtigten benennen müssen. Und natürlich müssen wir auch auf Prävention setzen: Medienkompetenz muss noch besser gefördert werden, damit Userinnen und User Manipulationen erkennen und Quellen eigenständig prüfen können. Außerdem planen wir eine landesweite Aufklärungskampagne gegen Fake News und Fehlinformationen, um dem Hass im Netz aktiv entgegenzutreten. Und wir wollen die Polizei besser ausstatten, um gegen Deepfakes vorgehen zu können. Last but not least unterstütze ich das Gesetz gegen digitale Gewalt, das drei neue Straftatbestände geschaffen hat: „Verletzung der Intimsphäre durch Bildaufnahmen“, „Verletzung von Persönlichkeitsrechten durch täuschende Inhalte“ und „Unbefugte Überwachung mittels Informations- oder Kommunikationstechnik“.
Wie befähigen wir junge Menschen zu einem sicheren und konstruktiven Umgang mit KI?
KI bringt enorme Chancen mit sich, aber auch Gefahren. Darüber gilt es aufzuklären. Der sichere und kritische Umgang mit KI muss selbstverständlicher Teil von Unterricht in der weiterführenden Schule und auch in der Ausbildung oder im Studium sein. Quellen müssen geprüft und Informationen eingeordnet werden. Das muss gelernt sein – auch von den Lehrenden. Schon jetzt gibt es kaum einen Bereich in der Gesellschaft, kaum ein Arbeitsfeld, in dem KI keine Rolle spielt. Einen souveränen und aufgeklärten Umgang zu lernen, stärkt auch die demokratische Resilienz in unserer Gesellschaft. Auch der außerschulische Ausbau, beispielsweise von Medienwerkstätten, ist unser Ziel.
M-V attraktiver machen; Ausbildung / Studium / Arbeit
Antworten von Lasse
Wie machen wir Mobilität für junge Menschen bezahlbar?
Wenn ich mit Jugendlichen spreche, ist das immer eines ihrer wichtigsten Themen. Wir brauchen noch bessere Angebote für Leute, die kein eigenes Auto fahren. Da hat die Regierung schon einiges auf den Weg gebracht, wie z.B. den Rufbus oder das Azubiticket, das Auszubildenden einen vergünstigten Zugang zum ÖPNV bietet. Als nächsten Schritt wollen wir nun das Schüler*innenticket einführen. Und natürlich mache ich mich für die Weiterführung des Deutschlandtickets stark.
Wie wollen Sie die ÖPNV-Anbindungen im ländlichen Raum und das Schienen- und Radwegenetz ausbauen?
Gemeinsam mit den Landkreisen und kreisfreien Städten hat die Landesregierung eine Mobilitätsoffensive für den Ausbau des ÖPNV im ländlichen Raum. Dabei soll das Rufbussystem ausgeweitet und mehr Regio-Bus-Linien eingerichtet werden. Ziel ist es, dass die Bus-Linien die ländliche Regionen im Zweistundentakt mit unseren Städten verbinden. Insgesamt gibt es davon schon 16 Stück. Wir brauchen aber mehr und vor allem über die Ländergrenzen hinweg.
Wie wollen Sie bessere Standortfaktoren für Betriebe in M-V schaffen?
Erstens: Viele Betriebe stöhnen über zu viel Bürokratie. Es ist deshalb wichtig, dass die Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt werden. Dafür wurde eine neue ressortübergreifende TaskForce eingerichtet, die Verfahren koordinieren und Bearbeitungszeiten verkürzen soll. Durch die Einführung des digitalen Bauantrags werden bürokratische Hürden abgebaut. Zweitens: Wichtig für einen erfolgreichen Standort ist auch ein sicherer Zugang zum schnellen Internet. Da ist inzwischen schon viel geschafft, aber der Breitbandausbau mit Glasfaser muss fortgesetzt werden – bis zu jeder Milchkanne. Das ist wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Drittens: Doch wenn man die Unternehmen fragt, was für sie das größte Problem ist, ist es für viele der Fachkräftemangel. Wir müssen die Fachkräftestrategie im Land konsequent umsetzen – durch gute Bildung und Ausbildung. Ein erfolgreiches Instrument – die neue Praktikumsprämie im Handwerk – wollen wir weiterführen und auch auf weitere Bereiche ausweiten. Viertens: Natürlich brauchen wir auch weiterhin eine gute Wirtschaftsförderung, die auch im Ländervergleich wettbewerbsfähig ist und Ansiedlungen bei uns im Land voranbringt.
Wie können wir es jungen Menschen, die noch kein bzw. wenig Geld verdienen, erleichtern, günstigen Wohnraum zu finden?
Wir brauchen mehr Wohnraum, der auch auf die Bedürfnisse von jungen Leuten zugeschnitten ist. Deshalb gibt es die Wohnraum-Offensive für den Neu- und Ausbau von Azubi- und Studierendenwohnheimen. Damit Wohnen in der Ausbildung finanzierbar ist, gibt es Zuschüsse zu Unterkunftskosten für Auszubildende, die beibehalten werden sollen. Das Land ist gerade dabei, eine neue Richtlinie für das Bundesprogramm „Junges Wohnen“ zu schaffen, womit die Förderung von Bau und Sanierung von Studierendenwohnheimen und Azubi-Heimen erleichtert wird. Außerdem wollen wir an der Mietpreisbremse und dem Schutz vor Zweckentfremdung festhalten. Es braucht weiter mehr sozialen Wohnungsbau, auch durch gemischte Quartiere oder modulares Bauen.
Wie können wir Schüler*innen, Auszubildenden und Studierenden einen besseren Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglichen?
Das beginnt schon mit einer guten Berufsorientierung in der Schule. Dafür ist in den vergangenen Jahren viel getan worden. Aber es sollen zukünftig auch neue Berufsorientierungen an allen Schularten eingesetzt werden, die u.a. gezielt geschlechtstypischen Rollenbildern bei der Berufswahl entgegenwirken. Ich finde auch, dass die Praktikumsprämie für Jugendliche im Handwerk ein wirklich gutes Instrument ist, um ihnen einen Einblick in das Berufsfeld des Handwerks zu ermöglichen. Richtig erfolgreich läuft der „Jobturbo U25″ in Schwerin, ein Modellprojekt, das alle unter 25-Jährigen in Ausbildung und Arbeit bringen soll. Es hat innerhalb eines halben Jahres dazu geführt, dass die Jugendarbeitslosigkeit von 12,1 auf 9,7% und somit unter die 10-%-Marke gesunken ist. Diesen Ansatz wollen wir im Gespräch mit der Bundesagentur für Arbeit auf ganz MV übertragen. Wichtig sind auch attraktive berufliche Schulen und handwerkliche Bildungszentren: Wir werden sie mit einem Investitionsprogramm in Höhe von 250 Millionen Euro modernisieren. Außerdem gehören auch Freiwilligendienste zum Zugang zum Arbeitsmarkt, diese gesellschaftlich wichtigen Dienste werden weiterhin finanziell abgesichert, damit junge Menschen ihre Stärken entdecken und Verantwortung übernehmen können.
Rechtsextremismus; Themen junger Menschen in M-V
Antworten von Lasse
Wo sehen Sie Ihre Verantwortung beim Rechtsruck und was werden Sie zukünftig dagegen tun?
Ich sehe es aktuell als die wichtigste Aufgabe aller demokratischen Parteien an, dass wir unsere offene Gesellschaft und unsere Demokratie in MV verteidigen. Und das geht am Besten mit guter Politik, die bei den Sorgen der Menschen ansetzt. Als Sozialdemokratin und Politikerin halte ich es in diesem Kontext für meine Aufgabe, mit den Menschen vor Ort stets im direkten Gespräch zu sein über ihre Probleme und Erwartungen. Es ist wichtig, genau zuzuhören und unsere politischen Entscheidungen transparent und offen zu kommunizieren – und klare Kante zu ziehen gegen rechtsextreme Positionen, die unsere Demokratie angreifen. Klar ist aber auch: Gegen den steigenden Druck von Rechtspopulisten und Rechtsextremen können wir als Gesellschaft nur gemeinsam angehen. Demokratie ist kein Fußballspiel, wo sich einige auf dem Spielfeld abstrampeln und die Mehrheit drumherum sitzt und Kommentare abliefert. Demokratie funktioniert nur, wenn sich alle für das Gemeinwesen verantwortlich fühlen. Politisch ist es unsere Aufgabe, unsere Demokratie wehrhaft zu machen und sie mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verteidigen. In meiner Funktion als Abgeordnete, Ministerin und Kandidatin mache ich mich für ein gesellschaftliches Miteinander und eine starke Zivilgesellschaft stark.
Wie stehen Sie zum AfD-Verbotsverfahren?
Ich sehe die AfD als eine Bedrohung für unseren demokratischen Rechtsstaat an. Das müssen wir sehr ernst nehmen und alle Möglichkeiten wahrnehmen dagegen vorzugehen. Wenn sich herausstellt, dass eine belastbare verfassungsrechtliche Grundlage für ein Verbotsverfahren vorliegt, dann sollte dies eingeleitet werden. Das muss sorgfältig juristisch vorbereitet werden. Doch vor allem müssen wir politisch gegen die AfD kämpfen und sie als das entlarven, was sie ist: Eine Partei, die keine Lösungen für die wichtigen Fragen wie Wirtschaft, Bildung oder Arbeit anbietet, sondern stattdessen eine Gefahr für unseren Wohlstand, für unser friedliches Miteinander und unsere Demokratie darstellt.
Wie stehen Sie zu frei verfügbaren Periodenprodukten auf allen Toiletten?
Ich stehe eigentlich positiv dazu, weiß aber auch, dass eine Verpflichtung zusätzliche Mittel voraussetzen würde, die aktuell sehr knapp sind. Deshalb ist das zum jetzigen Zeitpunkt eher schwer umzusetzen.
In M-V gibt es immer mehr sehr arme und in Deutschland sehr reiche Menschen. Finden Sie das gerecht? Wenn nein, wie wollen Sie das ändern?
Nein. Das ist nicht gerecht. Um zu verhindern, dass die Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland weiter auseinandergeht, braucht es viele Schritte. Wichtig sind vor allem faire Löhne. Wer arbeitet, soll auch auskömmlich verdienen, um das Leben bestreiten zu können. Es ist nicht gerecht, dass einige Menschen trotz Arbeit noch zum Amt gehen und aufstocken müssen, während einige wenige andere astronomische Verdienste einfahren. Der Mindestlohn ist nur die unterste Haltelinie – Ziel muss sein, dass alle für ihre Arbeit Tariflohn oder tarifgleichen Lohn erhalten. Deshalb haben wir in MV das Tariftreuegesetz eingeführt. Damit gehen öffentliche Aufträge des Landes nur noch an Unternehmen, die tariflich oder tarifgleich entlohnen. Wie wichtig Bildungsgerechtigkeit ist, habe ich ja bereits erläutert. Gute Bildung und Ausbildung dürfen nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Bildung ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Berufslaufbahn. Sie muss allen offen stehen. Mit der beitragsfreien Kita entlasten wir Familien, die Beruf und Familie unter einen Hut bringen müssen erheblich. Diese große Entlastung muss auch zukünftig bestehen bleiben. Aber auch für die älteren Menschen muss die finanzielle Sicherheit gegeben sein, wenn sie nach vielen Jahrzehnten Berufstätigkeit in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Ich setze mich deshalb auch auf Bundesebene für ein stabiles Rentenniveau von mindestens 48 Prozent ein und dafür, dass man auch weiterhin nach 45 Jahren Arbeit abschlagsfrei in die Rente gehen kann. Und wir brauchen mehr Steuergerechtigkeit. Es darf nicht sein, so wie es derzeit auf Bundesebene diskutiert wird, dass von der Gesundheit bis zur Rente überall Kürzungen vorgenommen werden sollen, ohne dass auch die obersten Einkommensbereiche etwas beitragen. Deshalb brauchen wir Reformen sowohl bei der Einkommens-, als auch bei Erbschafts- und Vermögenssteuer.