Name Vorname
- Neubrandenburg II
- CDU
Wo feiern Sie am liebsten? Was ist für Sie ein feierlicher Ort?
Ich bin 38. Ab einem gewissen Alter sitzt man, wenn man sich denn aufraffen kann, nur noch mit Freunden in einer Bar rum. Am liebsten hier im Winehouse in Neubrandenburg.
Nutella-Brot mit oder ohne Butter?
Ich fordere ein Verbotsverfahren für Nutella-Brote mit Butter.
Antworten von
Bildung & Medien
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Wie schaffen wir faire Lernbedingungen für alle Schüler*innen?
In dem wir jeden Schüler genau da abholen wo er gerade steht. Dazu benötigen wir kleine Klassen und ausreichend gut ausgebildetes Lehrpersonal.
Wie wollen Sie einen respektvollen und kompetenten Umgang von Lehrkräften zu Schüler*innen sicherstellen?
Respekt beginnt mit gegenseitiger Wertschätzung. Ich möchte Schulen, in denen Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler respektvoll miteinander umgehen. Beschwerden müssen ernst genommen werden und Konsequenzen haben – egal von welcher Seite. Gleichzeitig brauchen Lehrkräfte gute Arbeitsbedingungen, damit sie sich auf das Unterrichten konzentrieren können.
Wie wollen Sie die Qualität von Schulessen verbessern?
Wenn wir besseres Schulessen wollen, müssen wir auch bereit sein, dafür mehr Geld auszugeben. Die Qualität sollte an erster Stelle stehen. Gleichzeitig darf das nicht dazu führen, dass Familien sich das nicht mehr leisten können.
Und wenn Schülerinnen und Schüler beim Speiseplan mitreden dürfen, landet am Ende wahrscheinlich auch weniger im Mülleimer.
Wie stehen Sie dazu, Chinesisch oder andere wichtig werdende Sprachen an Schulen als 2. Fremdsprache anzubieten?
Wir sollten das Thema zweite Fremdsprache neu denken. Für mich persönlich wäre Polnisch viel sinnvoller gewesen als Französisch oder Spanisch – einfach, weil es in unserer Region im Alltag und später im Beruf oft mehr bringt. Gleichzeitig sollten Schulen die Möglichkeit haben, weitere wichtige Sprachen wie Chinesisch anzubieten, wenn dafür Interesse besteht. Wichtig ist, dass das Angebot besser zu den Lebensrealitäten und Zukunftschancen der Schülerinnen und Schüler passt.
Medienbildung & KI
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Wie stehen Sie zu einem eigenen Unterrichtsfach „Medienbildung“?
Ich finde ein eigenes Fach „Medienbildung“ eine gute Idee. Heute geht es längst nicht mehr nur darum, ein Tablet bedienen zu können. Gerade mit KI wird es immer wichtiger zu verstehen, wie Inhalte entstehen und wie man Fakten, Meinungen und Falschinformationen auseinanderhält. Diese Fähigkeiten werden in Zukunft fast genauso wichtig sein wie Lesen, Schreiben und Rechnen.
Was wollen Sie gegen Pornografie mit KI (Deepfakes) im Internet machen?
KI kann vieles erleichtern – aber sie darf nicht dazu missbraucht werden, Menschen bloßzustellen oder zu erpressen. Deepfake-Pornografie muss konsequent verfolgt werden. Gleichzeitig gehört Medienbildung in die Schule, damit jeder die Chancen und Risiken von KI versteht.
Wie befähigen wir junge Menschen zu einem sicheren und konstruktiven Umgang mit KI?
KI wird euch im Studium, im Beruf und wahrscheinlich auch im Alltag begleiten. Deshalb sollten wir nicht nur davor warnen, sondern lernen, sie richtig zu nutzen. Dazu gehört, gute Fragen zu stellen, Ergebnisse kritisch zu hinterfragen und Fakten von Fehlern oder Manipulationen zu unterscheiden. Genau das sollte Schule vermitteln.
M-V attraktiver machen; Ausbildung / Studium / Arbeit
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Wie machen wir Mobilität für junge Menschen bezahlbar?
Gerade auf dem Land kommt man ohne Führerschein oft kaum zur Ausbildung, zum Sport oder zu Freunden. Deshalb möchte ich den Führerschein günstiger machen – zum Beispiel mit unserer „Lappenprämie“ (2.000€ Zuschuss für junge Menschen im Ehrenamt). Gleichzeitig brauchen wir einen zuverlässigen und bezahlbaren Nahverkehr, damit jeder selbst entscheiden kann, wie er unterwegs sein möchte. Mobilität darf am Geldbeutel nicht scheitern.
Wie wollen Sie die ÖPNV-Anbindungen im ländlichen Raum und das Schienen- und Radwegenetz ausbauen?
Beim Radwegenetz hat Mecklenburg-Vorpommern in den letzten Jahren stark aufgeholt – auch wenn es natürlich noch Lücken gibt. Den größten Handlungsbedarf sehe ich aktuell beim Schienennetz. Dort sollte unser Fokus liegen.
Wie wollen Sie bessere Standortfaktoren für Betriebe in M-V schaffen?
Ich bin selbst Unternehmer und erlebe die Herausforderungen jeden Tag. Die größten Probleme sind aktuell der Fachkräftemangel, hohe Energiekosten und zu viel Bürokratie. Wenn wir mehr Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern halten und neue gewinnen wollen, brauchen wir schnellere Genehmigungen, weniger Bürokratie, verlässliche und bezahlbare Energie sowie gute Bedingungen für Ausbildung und Fachkräfte.
Wie können wir es jungen Menschen, die noch kein bzw. wenig Geld verdienen, erleichtern, günstigen Wohnraum zu finden?
Für dieses Problem gibt es langfristig nur eine Lösung. Wir müssen mehr Wohnungen bauen. Ich hoffe, dass der beschlossene „Bauturbo“ zündet. Für baufreundlichere Bedingungen brauchen wir aber auch ein günstigeres Zinsumfeld, die nötigen Fachkräfte und Unternehmer die das Risiko tragen. Die Zinsen können Politiker nicht beeinflussen (zumindest nicht in Deutschland). Die beiden anderen Probleme müssen wir umgehend angehen.
Wie können wir Schüler*innen, Auszubildenden und Studierenden einen besseren Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglichen?
Der beste Einstieg ins Berufsleben sind gute Praxiserfahrungen. Deshalb sollten Schülerinnen und Schüler schon früh verschiedene Berufe kennenlernen – durch Praktika, Betriebsbesuche und einen engen Austausch mit Unternehmen. Gleichzeitig müssen wir Ausbildungsplätze und duale Studiengänge stärken und unnötige Hürden abbauen. Wer motiviert ist, sollte möglichst einfach den passenden Einstieg ins Berufsleben finden.
Rechtsextremismus; Themen junger Menschen in M-V
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Wo sehen Sie Ihre Verantwortung beim Rechtsruck und was werden Sie zukünftig dagegen tun?
Ich bin 38 Jahre alt und engagiere mich erst seit knapp zwei Jahren politisch. Im Nachhinein denke ich: Ich hätte mich früher einbringen müssen. Genau darin sehe ich auch meine Verantwortung. Wir dürfen den politischen Rändern nicht kampflos das Feld überlassen. Demokratie lebt davon, dass Menschen mit unterschiedlichen Meinungen Verantwortung übernehmen, miteinander diskutieren und sich einbringen – und genau das möchte ich auch in Zukunft tun.
Wie stehen Sie zum AfD-Verbotsverfahren?
Ich versuche mich möglichst nur mit Dingen zu beschäftigen die ich selbst beeinflussen kann. Eine Meinung dazu habe ich natürlich trotzdem. Ein Parteiverbot ist das schärfste Mittel, das unsere Demokratie hat. Deshalb darf darüber nicht die Politik entscheiden, sondern nur das Bundesverfassungsgericht – und nur, wenn die rechtlichen Voraussetzungen eindeutig erfüllt sind. Mir ist aber genauso wichtig, dass wir Extremismus vor allem politisch bekämpfen: mit guten Ideen, überzeugenden Argumenten und indem wir verlorenes Vertrauen zurückgewinnen.
Wie stehen Sie zu frei verfügbaren Periodenprodukten auf allen Toiletten?
An dieser Stelle halte ich es frei nach Dieter Nuhr: „Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten.“
Oder anders gesagt: Wenn die Mehrheit der Frauen der Meinung ist, dass frei verfügbare Periodenprodukte eine gute Idee sind, werde ich mich sicher nicht dagegenstellen.
In M-V gibt es immer mehr sehr arme und in Deutschland sehr reiche Menschen. Finden Sie das gerecht? Wenn nein, wie wollen Sie das ändern?
Nein, das finde ich nicht gerecht. Deshalb müssen wir früher in finanzielle Bildung investieren. Kinder und Jugendliche sollten schon in der Schule lernen, wie Geld, Löhne, Steuern, Versicherungen, Mieten, Sparen und Investieren funktionieren. Wer diese Dinge versteht, kann bessere finanzielle Entscheidungen treffen und sich langfristig leichter ein eigenes Vermögen aufbauen. Finanzielle Bildung allein löst nicht alle Probleme, sie ist aber ein wichtiger Baustein für mehr Chancengerechtigkeit. Langfristig kann sie auch dazu beitragen, die wirtschaftlichen Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland weiter zu verringern.