Diana Goede
- 30-40 Jahre
- Ludwigslust-Parchim III
- CDU
Wo feiern Sie am liebsten? Was ist für Sie ein feierlicher Ort?
Ganz ehrlich? Hauptsache mit den richtigen Menschen. Ob Stadtfest, Festival oder Grillabend im Garten – wichtig ist für mich nicht der Ort, sondern die Gesellschaft. Ich mag Veranstaltungen, bei denen Menschen zusammenkommen und Gemeinschaft erleben.
Nutella-Brot mit oder ohne Butter?
Für mich auf jeden Fall mit Butter 😉
Antworten von Karoline
Bildung & Medien
Antworten von Karoline
Wie schaffen wir faire Lernbedingungen für alle Schüler*innen?
Faire Lernbedingungen bedeuten für mich nicht, dass jeder das Gleiche bekommt, sondern dass jedes Kind die Unterstützung erhält, die es braucht. Deshalb möchte ich frühzeitig Sprachförderung ausbauen, Unterrichtsausfall reduzieren und Schulen personell sowie digital besser ausstatten.
Wie wollen Sie einen respektvollen und kompetenten Umgang von Lehrkräften zu Schüler*innen sicherstellen?
Respekt funktioniert nur gegenseitig. Schülerinnen und Schüler verdienen Respekt genauso Lehrkräfte für ihre Arbeit. Wichtig sind klare Regeln, gute Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte und eine Schulkultur, in der Konflikte früh angesprochen werden.
Wie wollen Sie die Qualität von Schulessen verbessern?
Gesundes Essen gehört zu einem guten Schulalltag. Mir ist wichtig, dass Qualität vor Quantität steht, daher braucht es einheitliche Mindeststandards: regionale Produkte, ausgewogene Mahlzeiten und eine stärkere Einbindung der Schülerinnen und Schüler bei der Auswahl. Gleichzeitig halte ich wenig von pauschalen kostenlosen Angeboten für alle – Unterstützung sollte dort ankommen, wo sie gebraucht wird.
Wie stehen Sie dazu, Chinesisch oder andere wichtig werdende Sprachen an Schulen als 2. Fremdsprache anzubieten?
Grundsätzlich ja. Schulen sollten dort, wo Interesse und Kapazitäten vorhanden sind, auch moderne Fremdsprachen anbieten können. Gleichzeitig bleibt für mich Englisch die wichtigste Weltsprache. Weitere Angebote sollten sich am Bedarf der Schülerinnen und Schüler sowie der Wirtschaft orientieren.
Medienbildung & KI
Antworten von Karoline
Wie stehen Sie zu einem eigenen Unterrichtsfach „Medienbildung“?
Medienkompetenz ist heute genauso wichtig wie Lesen und Schreiben. Ob als eigenes Fach oder verbindlich in mehreren Fächern verankert – entscheidend ist, dass alle Schülerinnen und Schüler lernen, Informationen einzuordnen, Fake News zu erkennen und verantwortungsvoll mit digitalen Medien umzugehen. Allerdings müssen Lehrkräfte auch in der Lage sein, diese Themen zu vermitteln und dürfen das nicht einfach nur übergestülpt bekommen. Auch dafür muss Politik sorgen.
Was wollen Sie gegen Pornografie mit KI (Deepfakes) im Internet machen?
Das ist eine Form digitaler Gewalt. Besonders Kinder und Jugendliche müssen besser geschützt werden. Wir brauchen klare gesetzliche Regeln, konsequente Strafverfolgung und schnelle Möglichkeiten, solche Inhalte entfernen zu lassen.
Wie befähigen wir junge Menschen zu einem sicheren und konstruktiven Umgang mit KI?
KI wird den Alltag und die Arbeitswelt verändern. Deshalb sollten junge Menschen nicht nur lernen, KI zu nutzen, sondern auch ihre Chancen und Risiken zu verstehen. Medienbildung und kritisches Denken werden dadurch noch wichtiger.
M-V attraktiver machen; Ausbildung / Studium / Arbeit
Antworten von Karoline
Wie machen wir Mobilität für junge Menschen bezahlbar?
Mobilität darf nicht am Geld scheitern. Gerade im ländlichen Raum ist der Führerschein für viele junge Menschen keine Frage des Komforts, sondern Voraussetzung, um Ausbildung, Studium oder den Arbeitsplatz überhaupt erreichen zu können. Deshalb setzt sich die CDU Mecklenburg-Vorpommern für eine Lappenprämie ein – einen Zuschuss von 2.000 Euro für den Führerschein. Gleichzeitig brauchen wir einen bezahlbaren und verlässlichen ÖPNV sowie bessere Bus- und Bahnverbindungen. Denn Mobilität bedeutet Teilhabe und schafft Chancen – unabhängig vom Wohnort.
Wie wollen Sie die ÖPNV-Anbindungen im ländlichen Raum und das Schienen- und Radwegenetz ausbauen?
Mobilität endet nicht an der Stadtgrenze. Wir brauchen bessere Bus- und Bahnverbindungen, moderne Bahnhöfe und sichere Radwege. Gerade im ländlichen Raum müssen sich Fahrpläne stärker am Alltag der Menschen orientieren. Gerade hier ist die Landesregierung in der Verantwortung die entsprechenden Verbindungen bei der Bahn zu beauftragen.
Wie wollen Sie bessere Standortfaktoren für Betriebe in M-V schaffen?
Unternehmen investieren dort, wo Fachkräfte, gute Infrastruktur und schnelle Genehmigungen vorhanden sind. Deshalb müssen wir Bürokratie abbauen, Genehmigungsverfahren beschleunigen und in Digitalisierung investieren.
Wie können wir es jungen Menschen, die noch kein bzw. wenig Geld verdienen, erleichtern, günstigen Wohnraum zu finden?
Bezahlbarer Wohnraum beginnt für mich nicht erst beim Eigenheim, sondern bei der ersten eigenen Wohnung. Deshalb müssen wir mehr Wohnraum schaffen, schneller bauen und bürokratische Hürden abbauen. Gleichzeitig möchte die CDU Familien auf dem Weg in die eigenen vier Wände stärker unterstützen. Deshalb setzen wir uns für ein Baukindergeld des Landes in Höhe von 15.000 Euro pro Kind ein – bei bis zu drei Kindern also maximal 45.000 Euro. Denn gerade junge Familien sollen sich den Traum vom Eigenheim wieder erfüllen können. Das stärkt nicht nur Familien, sondern bindet auch Fachkräfte langfristig an Mecklenburg-Vorpommern.
Wie können wir Schüler*innen, Auszubildenden und Studierenden einen besseren Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglichen?
Der Übergang von der Schule in Ausbildung oder Studium muss einfacher werden. Dazu gehören eine bessere Berufsorientierung, mehr Praktika und eine engere Zusammenarbeit zwischen Schulen, Betrieben und Hochschulen. Junge Menschen sollen frühzeitig erleben können, welche beruflichen Chancen Mecklenburg-Vorpommern bietet.
Gerade in Berufen, in denen dringend Fachkräfte gesucht werden, möchte die CDU zusätzliche Anreize schaffen. Deshalb setzen wir uns für eine Azubi-Prämie von bis zu 3.000 Euro für Auszubildende in Mangelberufen ein. Das ist ein konkreter Beitrag, um mehr junge Menschen für wichtige Ausbildungsberufe zu gewinnen und Fachkräfte im Land zu halten.
Mein Ziel ist, dass junge Menschen ihre Zukunft in Mecklenburg-Vorpommern sehen – mit guten Ausbildungsplätzen, attraktiven Arbeitgebern und echten Perspektiven.
Rechtsextremismus; Themen junger Menschen in M-V
Antworten von Karoline
Wo sehen Sie Ihre Verantwortung beim Rechtsruck und was werden Sie zukünftig dagegen tun?
Extremismus – egal ob rechts, links oder religiös motiviert – gefährdet unsere Demokratie. Politik muss Haltung zeigen, demokratische Bildung stärken und gleichzeitig Probleme offen ansprechen. Denn Demokratie lebt vom Vertrauen der Menschen.
Wie stehen Sie zum AfD-Verbotsverfahren?
Ein Parteiverbot ist eines der schärfsten Mittel unseres Rechtsstaates und an hohe verfassungsrechtliche Voraussetzungen gebunden. Über ein Verbot entscheiden nicht Politikerinnen und Politiker, sondern das Bundesverfassungsgericht. Für mich ist entscheidend, dass wir Extremismus mit den Mitteln des Rechtsstaates begegnen und die politischen Ursachen für Unzufriedenheit ernst nehmen.
Wie stehen Sie zu frei verfügbaren Periodenprodukten auf allen Toiletten?
Menstruation gehört zum Leben und sollte kein Tabuthema sein. Ich finde es sinnvoll, wenn Schulen und öffentliche Einrichtungen unkompliziert Periodenprodukte zur Verfügung stellen. Gerade junge Frauen sollten sich darüber im Schulalltag keine Gedanken machen müssen. Wichtig ist mir, dass solche Angebote pragmatisch und unbürokratisch umgesetzt werden und dort ankommen, wo sie gebraucht werden.
In M-V gibt es immer mehr sehr arme und in Deutschland sehr reiche Menschen. Finden Sie das gerecht? Wenn nein, wie wollen Sie das ändern?
Große soziale Unterschiede dürfen nicht dazu führen, dass Menschen keine Aufstiegschancen mehr haben. Für mich bedeutet soziale Gerechtigkeit nicht, dass alle das Gleiche bekommen, sondern dass jeder die Chance hat, durch Bildung, Arbeit und Leistung seinen eigenen Weg zu gehen. Gleichzeitig müssen wir diejenigen unterstützen, die Hilfe wirklich benötigen.