Elias Gühne

Elias Gühne

Wo feiern Sie am liebsten? Was ist für Sie ein feierlicher Ort?

Ich feiere meist in meiner WG, bei Freunden oder bei Mit-Studis zuhause. Richtig schön wurden auch immer die Abschlussfeiern von Jugendfreizeiten auf denen ich war. Nach 1-2 Wochen kennen wir uns gut und feiern die schöne Zeit nochmal richtig gut zusammen. Wenn ich dann mal keine Energie für den Dance-Floor habe, gehe ich vors Zelt, wo wir uns neben einem Lagerfeuer ausruhen oder Gitarre spielen können, oder leise Gespräche führen.

Nutella-Brot mit oder ohne Butter?

Also, ich vermute, dass meine Position hier deutliche Kritik hervorrufen wird, aber ich mag tatsächlich keine Nutella, sondern bin großer Nudossi-Fan, aber natürlich mit Butter. Wenn schon lecker dann, richtig lecker und fettig!

Antworten von Elias

Bildung & Medien

Antworten von Elias

Wie schaffen wir faire Lernbedingungen für alle Schüler*innen?

Ganz grundsätzlich, finde ich, muss an Schulen und auch schon im Lehramts-Studium, deutlich gemacht werden, dass jedes Kind und jeder Jugendliche gefördert und unterstützt werden muss, egal wie schwer und herausfordernd es bei manchen auch sein mag. Unterricht sollte eigentlich nicht nur mit den Schülern stattfinden, die eh schon aufpassen und sich immer melden, leider war das aber auch in meiner Schulzeit (und an der Uni ist es in den Seminaren oft nicht anders) immer wieder der Fall.
Weil ich selbst Gymnasiallehramt studiere ist mir aber genauso klar, dass die Lehrkraft nicht überall gleichzeitig sein kann. Deswegen fordern wir als Bündnis90/Die Grünen mehr Personal an Schulen, vor allem deutlich mehr Sozialpädagogen und Schulsozialarbeiter, die in Kooperation mit den Lehrkräften auf alle Schüler eingehen können, eben nicht nur auf die, die sich eh schon melden.
Ich fände einen stärken Fokus auf gemeinsames Lernen und Üben sinnvoll, nicht unbedingt, immer im normalen Unterricht, sondern auch außerhalb der Schulzeit.
Niemand profitiert davon, wenn wir uns alle alleine und in Konkurrenz zueinander durch die Schule kämpfen müssen, es wäre doch viel entspannter und hilfreicher, wenn wir uns gegenseitig unterstützen würden. Schulen sollten daher ihre Schüler und Schülerinnen dabei unterstützen und sie ermutigen und unterstützen, gemeinsam zu lernen und sich dafür zu treffen. Das macht einen selber produktiver (so habe ich es erlebt) und kann zu Freundschaften und einer gesunden Klassenatmosphäre führen, gerade zwischen denen die es in einem Fächer viel schneller verstehen, und anderen die mehr Zeit brauchen. Natürlich können wir niemand dazu zwingen so zu lernen, aber ich würde solche Lernkonzepte fördern und bewerben.
Wir als Bündnis90/Die Grünen werden für Schülerinnen und Schüler eigene „Schulbudgets“ einführen (1.000 – 4.000 €), über deren Verwendung nur sie demokratisch bestimmen. So können Schülerinnen und Schüler ihre Schule eigenständig gestalten und selbst in ihrem Alltag wirksam werden.
Um eine schnelle Integration und mehr gesellschaftliche Teilhabe für geflüchtete Kinder und Jugendlichen aus Erstaufnahmeeinrichtungen zu erreichen, werden wir ihnen den Schulbesuch ermöglichen. Nur so können sie schnell selbst aktiv ihr Leben gestalten und Teil unserer Gesellschaft werden. Zusammenhalt in der Gesellschaft wächst nämlich am besten von Anfang an, also schon in der Schule.

Wie wollen Sie einen respektvollen und kompetenten Umgang von Lehrkräften zu Schüler*innen sicherstellen?

Als erster Punkt braucht es deutlich mehr Pädagogik-Inhalte und Praxis-Einheiten, wie Schulpraktika oder Sozialpraktika. Ich selbst bin etwas verwundert darüber, das ich in meinem Studium erst nach 4 Semestern, also nach 2 Jahren Studium eine Praktikumszeit an einer Schule verbringen werde, das ist viel zu spät! Ich denke, es fehlt leider bis heute vielen Lehrkräften pädagogische Kompetenz und das spüren Schülerinnen und Schüler. Das neue „Stufenlehramt“ das bald an den Universitäten in Mecklenburg-Vorpommern eingeführt wird, bietet mehr Praxisinhalte, denn nun studieren zukünftige Gymnasiallehrkräfte und Lehrkräfte für Regionale Schulen den gleichen Studiengang, es gibt also innerhalb des Studiums keine Unterscheidung mehr zwischen Gymnasien und Regionaler Schule. Das ermöglicht größeren Fokus auf die pädagogische Praxis, verringert aber gleichzeitig die fachspezifischen Anteile und verdichtet das ganze Studium. Die Lehramtsstudierenden müssen also deutlich schneller durch das Studium, da weiß ich nicht ob das unbedingt zu zukünftig bessern Lehrerinnen und Lehrer führt.
Ein gerechter Umgang von Lehrkräften mit Schülerinnen und Schülern sollte also schon von Beginn des Studiums an thematisiert werden und klar gestellt werden, das es auch eine intrinsische Motivation für die Klasse, das Fach und Empathie gegenüber Jugendlichen braucht, um eine gute Lehrkraft zu werden.
Ich denke, dass deutlich mehr Sozialpädagogen und Schulsozialarbeiter, wie wir es fordern, auch zu einem besseren Schüler-Lehrer Verhältnis beitragen kann. Diese „Multiprofessionellen Teams“ könnten Lehrkräfte viele Aufgaben abnehmen und gleichzeitig neue Ansprechpartner und Bezugspersonen für die Schülerinnen und Schüler sein.

Wie wollen Sie die Qualität von Schulessen verbessern?

Ich werde mich dafür einsetzen, dass es an allen Schulen in MV möglichst regionale und ökologische Anbieter für Schulessen gibt. Ich möchte, dass es immer leckere und hochwertige vegetarische Alternativen für Fleischgerichte an den Schulen gibt.
Grundsätzlich sollten die Schülerinnen und Schüler durch ihre Klassen- und Schülersprecher mitbestimmen können, welche Essen angeboten werden und welche Anbieter ausgewählt werden. Dafür möchte ich mich einsetzen.

Wie stehen Sie dazu, Chinesisch oder andere zunehmend wichtige Sprachen an Schulen als zweite Fremdsprache anzubieten?

Fremdsprachen sind extrem wichtig für die eigene persönliche wie berufliche Zukunft. Sie ermöglichen einen Einstieg in eine ganz neue Sprach- und Lebenswelt, und ermöglichen es uns, Menschen tiefer und besser kennenzulernen und zu verstehen, vielleicht auch gerade solche Menschen, die uns zuvor Fremd waren.
Die jetzigen 2. Fremdsprachen an Schulen wie Französisch, Spanisch etc. sind wichtige Sprachen. Ich hätte in den 4 Jahren meines Französisch-Unterrichts deutlich mehr aufpassen sollen, dafür konnte ich durch ein Auslandsjahr in Chile, gutes (wenn auch sehr spezielles) Spanisch lernen.
Gleichzeitig verstehe ich auch die Faszination und die Sinnhaftigkeit weitere Sprachen, die weniger bekannt sind in Deutschland, zu lernen und zu verstehen. Deswegen fände ich die Möglichkeit beispielsweise eines Chinesisch-Unterrichts sehr sinnvoll. Ich persönlich fände weitere Sprachen wie Arabisch, Ukrainisch oder Russisch spannend, weil wir diesen Sprachen auch innerhalb Deutschlands häufig begegnen und weil wir irgendwann nach einem Ende der russischen Angriffe auf Europa, wieder Beziehungen auch zu diesem Land und zu den Menschen dort aufbauen müssen. Gleichzeitig ist mir auch bewusst, dass schon jetzt an den Universitäten gespart wird, auch bei der Lehrerausbildung und diese Sprachlehrer ja irgendwo ausgebildet werden müssen. Ich werde mich dafür einsetzen, aber realistisch betrachtet ist es vermutlich noch ein weiter Weg, bis solch ein Unterricht angeboten werden könnte.
Eine schnellere Lösung wäre vielleicht mit den Volkshochschulen in den verschiedenen Landkreisen zu kooperieren, da diese teilweise viele verschiedene Sprachen anbieten.

Antworten von Elias

Wie stehen Sie zu einem eigenen Unterrichtsfach „Medienbildung“?

Ein Unterrichtsfach „Medienbildung“ will junge Menschen dazu befähigen, mit Medien verantwortungsvoll und produktiv umzugehen. Ich bin mir nur nicht sicher, ob die Schülerinnen und Schüler in Mecklenburg-Vorpommern ein weiteres Schulfach dazu benötigen und ob sie darauf positiv reagieren würden. Medien, von Schreibprogrammen bis Social Media betreffen ja alle Unterrichtsfächer, deswegen sollte auch in Ihnen besprochen werden, wie man mit Medien umgeht. Gleichzeitig halte ich es für sinnvoll, einzelne Unterrichtsstunden ganz der Medienkompetenz zu widmen. Das wäre dann kein eigenes Fach, doch würde ermöglichen, sich allein auf die Technik und ihre Funktionsweisen zu konzentrieren. Medienkompetenz ist dabei natürlich mehr, als nur schnell Apps zu öffnen oder die Hausaufgaben mit KI zu bearbeiten. Es sollte auch darum gehen Hardware zu verstehen, Nachrichtenmedien und ihr Arbeiten nachzuvollziehen und auf Mechanismen von Social Media oder Online-Games zu achten und bewusst zu machen.
Ein eignes Unterrichtsfach, wäre ein großer Aufwand und würde vielleicht auf Ablehnung aus der Schülerschaft stoßen.
Einzelne Schulstunden im Halbjahr die sich ganz mit Technik und Medien beschäftigen, Projekte dazu in den Projektwochen der Schulen, würden deutlich schneller wirken und umgesetzt werden.

Was wollen Sie gegen sexualisierte KI-Deepfakes im Internet unternehmen?

Ich werde mich für eine Verschärfung des Strafrechts einsetzen, um KI-Deepfakes überall entgegenzuwirken. Dabei ist die, durch Deepfakes bearbeitete Pornographie, ein zentraler Aspekt.
Auf Bundesebene setzen wir uns in Deutschland für eine Verantwortung der entsprechenden Plattformen ein und werden diese durch die Aufsichtsbehörden lenken, damit auch große Internetfirmen und Plattformbetreiber gegen Deepfakes vorgehen. Wir wollen ein Warn- und Risikosystem einführen um betroffene Menschen frühzeitig warnen zu können und schnell gegen Täter vorzugehen. Ein deutschlandweites Hilfsportal wird als erste Anlaufstation für Opfer eingerichtet, was Beratung und Unterstützung bietet. Große Teile dieser Pläne sind aber vor allem durch die Bundesregierung umsetzbar, weswegen ich auch an die jetzige Bundesregierung appelliere, mehr im Kampf gegen Deepfakes zu unternehmen. Aber ich werde mich in Mecklenburg-Vorpommern für eine klare Bekämpfung von Deepfakes in jeglicher Hinsicht einsetzen, soweit es in der Kompetenz des Landes liegt. In Zusammenarbeit mit anderen Bundesländern werde ich aber genauso auf Bundesebene gegen KI-Fälschungen einsetzen.

Wie befähigen wir junge Menschen zu einem sicheren und konstruktiven Umgang mit KI?

Junge Menschen nutzen KI auf vielfältige Weise und auch manchmal exzessiv, ob an der Schule, in ihrer Freizeit oder an der Universität.
Um KI sinnvoll und verantwortungsvoll einzusetzen, braucht es Medienbildung und Medienpädagogik, ähnlich wie bei frage 6 skizziert. Dort muss gelernt werden, wann KI eingesetzt werden kann und wo man lieber nicht direkt zur KI greift, sondern sich eigene Fähigkeiten antrainiert, ob bei Mahte, Geschichte oder Latein. Aber es braucht genauso eine Grundehrlichkeit und das Bewusstsein, das ein Missbrauch von KI zur Fälschung eigener Aufgaben, beispielsweise einem selbst nicht bringt und man sich selbst damit auf Dauer nicht hilft. Dieses Bewusstsein zu schaffen ist Aufgabe der Schule.

Antworten von Elias

.

Wie machen wir Mobilität für junge Menschen bezahlbar?

Mobilität muss für junge Menschen erschwinglich sein, dafür setzen wir uns als Bündnis90/Die Grünen ein. Wir werden uns als Land MV auf Bundesebne, also mit den anderen Bundesländern und gegenüber der Bundesregierung, für ein deutlich günstigeres Deutschland-Ticket einsetzen und wir werden es für Schülerinnen und Schüler in MV kostenlos verfügbar machen. So wird das D-Ticket Teil der normalen Mobilität und wenn eine Zugverbindung in der Nähe ist wird solche Mobilität deutlich attraktiver, weil nicht mehr nach dem Preis des Zugtickets gefragt werden muss. Wir als Grüne werden uns für einen „Landesverkehrsplan“ einsetzen, der aufzeigt welche Mobilitätsangebote es bereits in MV gibt und wo nachgebessert werden muss. Vor allem im Bereich des Zugverkehrs gibt es einige Strecken das große Potenzial haben und Menschen tatsächlich effizient von A nach B transportieren könnten. So muss die Vorpommern-Magistrale, die Bahnstrecke zwischen Pasewalk und Stralsund endlich auf eine schnellere Geschwindigkeit von 160 km/h ausgebaut werden. Das die Strecke zwischen Rostock und Stralsund noch immer eingleisig ist, ist in meinen Augen einfach unverständlich. Dort teilt sich der Regionalverkehr, der Güterverkehr und sogar einige ICE`s ein einziges Gleis zwischen zwei den wichtigsten Städten in MV.
Mir ist aber natürlich bewusst das für viele junge Menschen, ein Auto zum Alltag dazu gehört und deswegen er Führerschein und die anschließende Mobilität mit dem Auto zentrale Bestandteile des Erwachsenwerdens sind. Doch auch ich weiß, wie teuer ein Führerschein gerade ist, vor allem wenn man, wie ich, mehrmals durch die Prüfungen fällt! Ein eigenes Auto dann erst recht. Wenn junge Menschen sich gegenseitig eh schon mit ihren Autos abholen und beispielsweise zur nächsten Party fahren, dann geht „Car-sharing“ auch großflächig. Ob lokale Vereine oder private Anbieter, solche Autos, die man nicht selbst besitzen muss, sondern nur bezahlt, wenn man sie auch braucht und nutzt, sind eine kostengünstige Alternative zum teuren eigenen Auto. Solche Initiativen, die auch von einzelnen Kommunen und Dörfern ausgehen können, werden wir unterstützen und ausbauen.

Wie wollen Sie die ÖPNV-Anbindungen im ländlichen Raum und das Schienen- und Radwegenetz ausbauen?

In vielen Gebieten Mecklenburg-Vorpommerns fährt weit und breit kein Zug und auch der Busverkehr ist sehr ausgedünnt bis kaum vorhanden. Das werden wir ändern. Einige schon lange stillgelegte Bahnstrecken hätten eigentlich einen großen Bedarf. So fährt, auf Anregung grüner Kommunalpolitik, in diesem Sommer am Wochenende ein Zug zwischen Greifswald und dem Seebad Lubmin. Diese Strecke könnte die Gemeinde Lubmin dauerhaft näher an Greifswald anbinden und damit schneller und einfacher erreichbar sein.
Ein weiterer Punkt ist, neben den bereits in der vorherigen Frage erwähnten Zugstrecken, die Usedomer Bäderbahn, deren Schienen auch dringend erneut werden sollten und die endlich elektrifiziert und mit neuen Zügen ausgestattet werden muss. Auch dafür werde ich mich einsetzen.
Für Gemeinden, wo es keinen regulären Buslinienverkehr gibt, braucht es Rufbusse, die flexibel und zügig für die Menschen erreichbar sind. Es ist erschreckend zu sehen, wie selten manche Dörfer, auch in der Umgebung von größeren Städten wie Greifswald, mit dem Bus erreichbar sind. Gerade um auch an das Zugnetz angebunden zu sein, braucht es diese Rufbus-Netze, die diese Strecken vom Bahnhof nach Hause oder von Zuhause zum Bahnhof überbrücken. Das ist für junge Menschen, aber genauso für ältere Menschen relevant, die so nicht mehr nur auf das Auto angewiesen sind.

Wie wollen Sie bessere Standortfaktoren für Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern schaffen?

Mecklenburg-Vorpommern produziert große Mengen an erneuerbaren Energien durch Photovoltaik- und Windkraftanlagen. Deswegen sind wir ein Land das sehr gute Voraussetzungen für energieintensive Unternehmen aufweist. Batterieproduzenten oder Rechenzentrenten wollen wir in MV gezielt ansiedeln und damit hochwertige Arbeitsplätze schaffen. Damit zeigt sich auch, dass Klimaschutz und wirtschaftliche Entwicklung Hand in Hand gehen und zusammengedacht werden müssen. Für eine starke Wirtschaft braucht es Klimaschutz in MV, das darf nicht gegeneinander ausgespeilt werden.
Damit bei hoher Energiegewinnung der Strom nicht exportiert werden muss, werden wir Batteriespeicher großflächig ausbauen um den Strom der in MV produziert wird, auch hier zu nutzen.
Durch ein Landesförderprogramm „ÖKOPROFIT“ werden wir Unternehmen bei der Energiewende und in ihrem Umweltmanagement unterstützen. Aber auch Kommunen können sich bei Projekten wie der Kommunalen Wärmeplanung auf uns verlassen und werden von unterstützt.
Ein wichtiges wirtschaftliches Standbein ist der Schiffsbau in MV, egal ob in Wismar oder Wolgast, wir werden unsere Werften stärken und fördern die Gründung neuer maritimer Start-ups.
Der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern ist stark von den Jahreszeiten abhängig und konzentriert sich teilweise nur auf einzelne Regionen. Wir setzen uns für einen Tourismus ein der, sich über das ganze Jahr erstreckt und sich auf ganz MV bezieht.
Solch ein Tourismus ist ökologisch nachhaltig, aber genauso wirtschaftlich langfristig nachhaltig und bringt dauerhafte wirtschaftliche Vorteile.

Wie wollen Sie jungen Menschen, die noch kein oder nur wenig Geld verdienen, erleichtern, günstigen Wohnraum zu finden?

Wohnen ist ein essenzieller Teil des Lebens und ein menschliches Grundbedürfnis, deswegen werden wir besonders für junge Menschen günstigen Wohnraum fördern, indem wir Wohngenossenschaften stärken und die Quote der Sozialwohnungen im Wohnbestand erhöhen. Studierendenwerke in den Hochschulstädten werden wir unterstützen und finanziell gut ausstatten. Vereinfachte technische Standards sind außerdem wichtig um mehr Wohnraum zu schaffen und schneller Bauvorhaben abzuschließen. In vielen Gebieten gibt es jedoch bereits vorhandene Gebäude und Infrastruktur, die jedoch leer stehen. Das können leerstehende Gewerbeflächen sein oder Eingeschossige Häuser. Diesen Baubestand müssen wir aktiv nutzen, denn Neubauten sind oft teurer und nicht nachhaltig. Doch auch traditionelle Konzepte wie das „Mehrgenerationenhaus“ sind Wohnformen die ich fördern und publik machen werde, da es Wohnen in sozialen Strukturen bedeutet, bei der Alterspflege hilft, für viele deutlich billiger wäre und die örtlichen sozialen Strukturen verbessert.

Wie können wir Schüler*innen, Auszubildenden und Studierenden einen besseren Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglichen?

Für einen guten Zugang zum Arbeitsmarkt braucht es zuerst einmal den Kontakt zu den jeweiligen Betrieben und Unternehmen. Deswegen setze ich mich für einen intensiveren Austausch zwischen Studierenden und Schülerinnen und Schülern ein, entweder durch mehr Vorstellungen von Unternehmen an Schulen und Universitäten, aber auch durch verbindliche Praktika von jungen Menschen bei Unternehmen, schon in der Schulzeit um in einige Bereiche hinein zu schauen und zu sehen, welche Arbeitsbereiche und vielfältigen Berufsmöglichkeiten es eigentlich gibt.

Antworten von Elias

Wo sehen Sie Ihre Verantwortung beim Rechtsruck, und was werden Sie zukünftig dagegen tun?

Der derzeitige Rechtsruck in Deutschland, ist eingebunden in ähnliche Entwicklungen in ganz Europa und in vielen demokratischen Gesellschaften der Welt. Überall erhalten rechtspopulistische- bis rechtsextreme Parteien und Bewegungen Zulauf.
Ich denke nicht das es heute deutlich mehr rechtextreme Menschen gibt wie vor 20 Jahren als noch keine rechtextremistische Partei so stark war wie heute, doch immer Menschen entscheiden sich dafür, einer diesen Strömungen ihre Stimme zu geben, ob aus Protest, Verzweiflung oder der Wahrnehmung, das alle anderen Parteien sich nicht für die Menschen interessieren.
Um dieser Wahrnehmung der Menschen zu begegnen, mit Menschen ins Gespräch kommen und so zeigen das Politik vor Ort stattfindet und für die Menschen da sein, will. Dabei werde ich rechtextremes Gedankengut immer ablehnen und zurückweisen, aber ich will auch verstehen, was Menschen zu solchen Positionen treibt, und wo die Bedürfnisse und Nöte der Menschen dabei zum Vorschein treten.

Wie stehen Sie zum AfD-Verbotsverfahren?

Ich bin nicht von einem Verbotsverfahren gegen die AfD überzeugt, denn es bestehen nicht nur große verfassungsrechtliche Hürden, denn eine Partei zu verbieten ist erstmal aus guten Gründen schwer umsetzbar und es wäre nur Symptombekämpfung. Die Vorstellungen und Narrative würden weiterhin in der Gesellschaft kursieren und die Beweggründe warum auch nicht-rechtextreme Menschen diese Partei wählen, wären nicht behandelt oder besprochen. Hinzu kommt das es der AfD in die Hände spielt, die sich pausenlos als Opfer inzidiert, das staatlich zensiert und angegriffen würde. Würde man die AfD nun verbieten oder ein Verbotsverfahren starten, sähen viele Menschen sich bestätigt und würden die AfD umso stärker unterstützen. Gleichzeitig verstehe ich die Begründung eines Verbotsverfahrens, das betont, das es jetzt darum gehe, Menschen zu schützen, die von Rechtsextremismus angefeindet und bedroht werden. Deswegen wäre ich einer Prüfung eines Verbotsverfahrens offen, sollte sich da herausstellen, dass die AfD tatsächlich verboten werden könnte, würde ich meine Position vielleicht ändern. Ich bin jedoch davon überzeugt, die AfD primär inhaltlich stellen zu müssen und ihren Rechtsextremismus so zurückzuweisen, ein Verbot sollte da das allerletzte Mittel sein.

Wie stehen Sie zu frei verfügbaren Periodenprodukten auf allen Toiletten?

Ich finde es sollte flächendeckend Periodenprodukte auf Toiletten geben, dafür werde ich mich einsetzten, sowohl im öffentlichen wie im gastronomischen oder gewerblichen Bereich.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es immer mehr sehr arme und in Deutschland sehr reiche Menschen. Finden Sie das gerecht? Wenn nein, wie wollen Sie das ändern?

Die gesellschaftliche Ungleichheit in Beziehung zum wirtschaftlichen Stand ist ein großes Problem und wird seit Jahren stärker. Wir Grüne werden uns für eine Einkommenssteuer einsetzen, die sehr reiche Menschen dazu verpflichtet, im Verhältnis zu ihrem Einkommen so Steuern zu bezahlen, wie ein Großteil der Gesellschaft.
Desweitern werde ich mich für eine faire Kapitalsteuer einsetzen, die Gewinne aus Kapitalerträgen ebenso besteuert wie das Gehaltseinkommen.
Ich werde mich in Mecklenburg-Vorpommern dafür einsetzen, das finanzschwächere Kommunen vom Land deutlich und langfristig unterstützt werden, um auch dort gutes Leben und eine zukunftsorientierte Lebensqualität zu ermöglichen.

Diese Kandidat*innen könnten dich auch interessieren

Partyhut
Martin Rohloff
Partyhut
Dr. Anne Ringlepp
Partyhut
Lasse Zadernack