Holger Läufer
- Ü60 Jahre
- Vorpommern-Greifswald IV
- Bündnis Sahra Wagenknecht
Wo feiern Sie am liebsten? Was ist für Sie ein feierlicher Ort?
Am liebsten feiere ich in unserer Region am Stettiner Haff- zum Beispiel bei den Festen in Ueckermünde (Haff Sail, Haff Tage). Aber auch die Feste in Grambin, Mönkebude, Bellin, Vogelsang und Altwarp sind immer sehr schön. Aber auch in meinem Heimatdorf Liepgarten bietet der Lindenhof mit seiner Obstwiese ein romantisches Flair für schöne Feiern. Auch Dörfer, wie Meiersberg, Leopoldshagen und Ferdinandshof sorgen mit ihren Veranstaltungen für Partystimmung. Eggesin und Torgelow, meine Heimat ist voller Leben. Überall kommen Menschen zusammen und man spürt echte Gemeinschaft. Ganz nach meinem Motto: Haff im Herzen!
Nutella-Brot mit oder ohne Butter?
Ganz klar: Mit Butter! Und am besten auf einem frischen Brot von dem Bäcker aus unserem Ort.
Hinweis: Die Bundesspitze des BSW hat sich direkt an die AfD gewandt und Gespräche über eine Zusammenarbeit in einzelnen politischen Fragen vorgeschlagen. Der BSW-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern schließt eine Koalition mit der AfD und die Wahl eines AfD-Ministerpräsidenten aus. Gleichzeitig erklärt er, bei einzelnen Themen mit ihr zusammenzuarbeiten, wenn es inhaltliche Übereinstimmungen gibt.
Antworten von
Bildung & Medien
Antworten von Holger
Wie schaffen wir faire Lernbedingungen für alle Schülerinnen und Schüler?
Indem wir aufhören, Milliarden in die uferlose Aufrüstung, in andere Länder zu überweisen, deren Nutzen zweifelhaft ist, und stattdessen in unsere Bildung investieren. Faire Bedingungen bedeuten: frühkindliche Bildung bereits im Vorschulalter durch qualifiziertes Personal in kleinen Gruppen, kleiner Klassen, modern sanierte Schulgebäude auch auf dem Land, hoch qualifizierte, pädagogisch und didaktisch ausgebildete Lehrer und Lehrerinnen in ausreichender Anzahl Gerade auch im ländlichen Raum. Kurze Schulwege bei einem dichten Netz von Schulbussen. Erst der Kopf, dann der Klick. Auch eine qualifizierte Schulpsychologische Betreuung muss gewährleistet sein.
Wie wollen Sie einen respektvollen und kompetenten Umgang von Schülern und Schülerrinnen sicherstellen?
Respekt braucht Raum und Zeit. Also eine Atmosphäre ohne Stress und Hektik. Dazu müssen wir auch unsere Lehrer von unnötiger Bürokratie entlasten und mehr Sozialarbeiter einstellen. Wenn Lehrer nicht mehr so belastet sind, bleibt mehr Zeit für den empathischen Austausch auf Augenhöhe mit den Schülern. Übrigens gegenseitiger Respekt ist immer beidseitig und von gegenseitiger Achtung geprägt. Der Lehrer achtet den Schüler und die Schülerin, indem er sie fordert. Die Schüler und Schülerinnen achten den Lehrer, weil dieser ihnen die Dinge für das Leben beibringen, die es ihnen ermöglicht erfolgreich ihr eigenes Leben in die Hand zu nehmen.
Wie wollen Sie die Qualität von Schulessen verbessern?
Ein warmes, gesundes Schulessen sollte für jedes Kind kostenfrei oder stark bezuschusst sein. Wir wollen dafür verstärkt auf regionale Erzeuger aus M-V zurückgreifen. Das sichert Frische, schützt die Umwelt durch kurze Transportwege und stärkt unsere heimischen Bauerhöfe.
Wie stehen Sie dazu, Chinesisch oder andere wichtig werdende Sprachen an Schulen als 2. Fremdsprache anzubieten?
Das BSW steht für Diplomatie, wirtschaftliche Zusammenarbeit und Weltoffenheit. Wer auch künftig Handel treiben oder internationale Netzwerke aufbauen will, profitiert enorm von einem breiten Sprachangebot. Sprachen wie Russisch, Polnisch, Spanisch oder auch Chinesisch sind ein klarer Pluspunkt für unsere Jugend. Natürlich müssen dazu auch die entsprechenden Lehrer ausgebildet werden
Medienbildung & KI
Antworten von Holger
Wie stehen Sie zu einem eigenen Unterrichtsfach „Medienbildung“?
Die modernen Medien durchdringen den gesamten Alltag, nicht nur in der Schule. Was früher der Duden, das Lexikon, Lehrtafeln, Lehrfilme, Zeitungen Tafelwerke usw. waren, sind jetzt YouTube, Internet insgesamt, Wikipedia, KI usw. Damals wie heute gilt, man muss kritisch bei der Aneignung des Wissens herangehen. Verschiedene Quellen vergleichen, gegeneinander abwägen und daraus für sich die Antworten finden. Fake News gab es schon immer. Sie zu erkennen ist die Pflicht des Lernenden. Deshalb bin ich nicht für ein eigenes Unterrichtsfach. Jeder Lehrer muss befähigt sein auch mit modernen Medien umzugehen und die Methoden seinen Schülern zu vermitteln, fächerübergreifend. Kritische Wissensaneignung, ist für mich der Schlüssel. Erst der Kopf, dann der Klick.
Was wollen Sie gegen Pornografie mit KI (Deepfakes) im Internet machen?
Das ist ein massiver und widerwärtiger Eingriff in die Persönlichkeitsrechte. Wir brauchen harte Strafen für die Erstellung und Verbreitung solcher Inhalte.
Wir brauchen eine gesetzliche Pflicht für Plattformen, diese Deepfakes binnen Stunden zu löschen und die IP-Adressen an die Strafverfolgungsbehörden zu übergeben.
Wie befähigen wir junge Menschen zu einem sicheren und konstruktiven Umgang mit KI?
Wir müssen die KI als das begreifen, was es ist. Ein Werkzeug, ein Hilfsmittel, welches uns hilft, bestimmte Aufgaben leichter und effizient zu lösen. Sie kann uns niemals als Mensch ersetzen. Deshalb muss der Umgang mit ihr auch geübt werden. Wo wenn nicht unter Anleitung der Lehrer im Unterricht. Wenn man begreift, dass KI unser Assistent ist, dann kann man auch das eigene kritische Denken weiterentwickeln. KI ist nicht fehlerfrei. Die Jugend muss immer alles hinterfragen. Das ist ihr Privileg.
M-V attraktiver machen; Ausbildung / Studium / Arbeit
Antworten von Holger
Wie machen wir Mobilität für junge Menschen bezahlbar?
Durch ein landesweites, wirklich kostenloses Jugend- und Azubiticket für M-V. Die Fahrt zur Schule, zur Ausbildung oder zum Verein darf keine finanzielle Hürde für Familien sein.
Wie wollen Sie die ÖPNV-Anbindungen im ländlichen Raum und das Schienen- und Radwegenetz ausbauen?
Das ist die Schicksalsfrage für unseren ländlichen Raum. Die Kommunen in unserem Land müssen endlich finanziell so ausgestattet werden, dass Rufbus-Systeme, dichtere Takte und ein Ausbau von sicheren Radwegen zwischen den Städten und den Dörfern auch umsetzbar sind. Der Rufbus ILSE sollte auch gerade am Wochenende z.B. durch eine APP auch nach 18.00 Uhr erreichbar sein. Die Daseinsvorsorge auf dem Land muss absolute Priorität im Landeshaushalt bekommen.
Wie wollen Sie bessere Standortfaktoren für Betriebe in M-V schaffen?
Das Handwerk, der Mittelstand, der Tourismus, die Gastronomie und die Industrie (z.B. Gießereien) werden durch eine irrationale Energiepolitik erdrosselt. Wir fordern einen bezahlbaren Strompreis sowie einen radikalen Abbau von Vorschriften und Bürokratie. Nur wenn Betriebe Gewinn erwirtschaften können sie investieren und gute Arbeitsplätze, gerade für die jungen Menschen schaffen.
Wie können wir Schülerrinnen und Schüler, Auszubildenden und Studenten einen besseren Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglichen?
Berits in der Vorschulerziehung müssen kreative und motorische Fähigkeiten und Fertigkeiten vermittelt werden. In der Schule muss dieser Prozess fortgesetzt werden, in dem man möglichst frühzeitig in regionalen Unternehmen und Handwerksbetrieben praktische Tätigkeiten erlernen kann. Das erfordert eine intensive Verzahnung von Schule und Unternehmen. Handwerk und duale Ausbildung müssen gesellschaftlich und finanziell (zB. Kostenlose Meisterausbildung) genauso geschätzt werden wie ein Universitätsstudium.
Rechtsextremismus; Themen junger Menschen in M-V
Antworten von Holger
Wo sehen Sie Ihre Verantwortung beim Rechtsruck und was werden Sie zukünftig dagegen tun?
Viele Menschen wählen nicht rechts, weil sie plötzlich rechtsextrem sind, sondern weil die aktuelle Politik sie im Stich lässt (Inflation, überforderte Kommunen durch unregulierte Migration, Abstiegssorgen). Meine Verantwortung als BSW-Kandidat ist es, echte, vernünftige Lösungen, gemeinsam mit den allen Beteiligten, für diese Probleme anzubieten und den Menschen zuzuhören, anstatt sie von oben herab zu belehren. So entziehen wir den Extremisten den Nährboden.
Wie stehen Sie zum AfD-Verbotsverfahren?
Ich halte ein Parteiverbot für den falschen Weg. Ein Verbot löst nicht ein einziges Problem in unserem Land und treibt die Menschen nur weiter in die Frustration. Wir müssen die AfD inhaltlich und politisch stellen-durch bessere Politik und gesunden Menschenverstand.
Wie stehen Sie zu frei verfügbaren Periodenprodukten auf allen Toiletten?
Die Menstruation ist für jedes Mädchen eine private und bedeutende Erfahrung. Bedeutet sie doch den Übergang zum Erwachsenensein zur Frau. Deshalb gehören die entsprechenden Produkte aus meiner Sicht nicht auf die Toilette, schon gar nicht auf alle.
In M-V gibt es immer mehr sehr arme und in Deutschland sehr reiche Menschen. Finden Sie das gerecht? Wenn nein, wie wollen Sie das ändern?
Zunächst einmal, M-V gehört auch zu Deutschland. Es gibt in ganz Deutschland viele sehr arme Menschen. Man könnte auch sagen, wäre ich nicht arm, dann wärst du nicht reich. Dieser Widerspruch zwischen den Reichen und den Armen resultiert aus dem Wiederspruch zwischen Arbeit und der Aneignung der Resultate der Arbeit. Eine gerechte Teilhabe am erwirtschafteten Erlös ist die wesentliche Voraussetzung das dieser verringert wird. Das heißt, die Löhne müssen so hoch sein, dass sie ein Leben in Würde gestalten können. Im Gegenzug müssen die Reichen so über die Besteuerung ihres Vermögens in die Gemeinschaft einzahlen, um die Ungerechtigkeiten abzutragen. Für Gerechtigkeit zu sorgen, dafür ist das BSW, dafür bin ich angetreten. Wir fordern Tarifbindung, anständige Löhne und eine gerechte Steuerpolitik, die kleine Einkommen entlastet und Großkonzerne angemessen beteiligt.