Jutta Wegner

Jutta Wegner

Wo feiern Sie am liebsten? Was ist für Sie ein feierlicher Ort?

Ich feiere am liebsten dort, wo liebe Freunde gutgelaunt beisammen sind. Ein feierlicher Ort ist dabei für mich aber etwas anderes, feierlicher Ort bedeutet für mich eine besonders festliche Stimmung, schöne Dekoration und ein besonderer Anlass. Feierlich ist für mich z.B. ein historischer Saal oder eine Kirche

Nutella-Brot mit oder ohne Butter?

Welche Frage, natürlich mit Butter! Aber lieber nachhaltige Schokocremes!

Antworten von Jutta

Bildung & Medien

Antworten von Jutta

Wie schaffen wir faire Lernbedingungen für alle Schüler*innen?

Faire Lernbedingungen setzen voraus, dass alle SuS individuell gefördert werden, Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Dazu braucht es multiprofessionelle Teams an jeder Schule, um im Unterricht differenziert fördern zu können, Schulsozialarbeit an jeder Schule und gute Kommunikation auf allen Ebenen.

Wie wollen Sie einen respektvollen und kompetenten Umgang von Lehrkräften zu Schüler*innen sicherstellen?

Mitbestimmung von SuS muss bereits in der Grundschule beginnen. SuS müssen erfahren, dass Schulmitwirkung nicht nur auf dem Papier steht, sondern auch etwas verändert. Dafür braucht es gute Bedingungen an der Schule, aber auch ein stärkeres Gewicht in der pädagogischen Ausbildung bei diesem Thema.

Wie wollen Sie die Qualität von Schulessen verbessern?

Seit vielen Jahren schon setze ich mich für Qualitätskriterien beim Schulessen ein. Mindestens die DGE-Standards müssen endlich verbindlich im Schulgesetz aufgenommen werden. Daneben treten wir dafür ein, dass Schulessen, wo immer möglich, mit regionalen Lebensmitteln und nach Möglichkeit vor Ort frisch zubereitet wird.

Wie stehen Sie dazu, Chinesisch oder andere wichtig werdende Sprachen an Schulen als 2. Fremdsprache anzubieten?

Mein Ziel ist die selbständige Schule, die im Rahmen ihres Profils solche Entscheidungen eigenverantwortlich treffen kann. Neben Englisch als erster Fremdsprachen kommen als 2. Fremdsprache viele andere Sprachen in Betracht. Hier sollen Schulen gemeinsam mit Eltern und SuS in der Schulkonferenz die für die Schule richtige Entscheidung treffen.

Antworten von Jutta

Wie stehen Sie zu einem eigenen Unterrichtsfach „Medienbildung“?

Schulen müssen SuS befähigen mit den Herausforderungen von Medien umzugehen. Social Media, KI, Fake News u.v.m. sind nichts neues, aber beeinflussen unser Leben stark. Hier nicht den Kompass zu verlieren kann Kinder und Jugendliche an ihre Grenzen bringen, deshalb muss Schule hier viel intensiver als in der Vergangenheit einen Rahmen setzen. Medienbildung kann aber nicht nur als eigenes Unterrichtsfach betrachtet werden, sondern muss fester Bestandteil in allen Fächern sein. Nur so können Kinder und Jugendliche die Chancen einer zunehmend digitalen Welt ergreifen und sind den Gefahren nicht schutzlos ausgeliefert.

Was wollen Sie gegen Pornografie mit KI (Deepfakes) im Internet machen?

Wir wollen das Strafrecht verschärfen, damit das Verbreiten von sexualisierten Deepfakes und das Erstellen von heimlichen Aufnahmen endlich angemessen bestraft wird. Unser Ziel ist ein umfassendes Gesetz gegen digitale Gewalt und eine strenge Regulierung der großen Internetplattformen, die bei Hass und Hetze sofort handeln müssen. Gleichzeitig setzen wir uns für ein bundesweites Schutz- und Meldesystem nach spanischem Vorbild ein, damit Betroffene schnelle Hilfe erhalten und Gewalttäter frühzeitig gestoppt werden.

Wie befähigen wir junge Menschen zu einem sicheren und konstruktiven Umgang mit KI?

s. Antwort zu Frage 6. Aber nicht nur in der Schule müssen Kinder und Jugendliche einen sicheren und angemessenen Umgang mit KI finden. Wir wollen deshalb auch aktive Medienarbeit und Medienbildung in der außerschulischen Jugendarbeit unterstützen und fördern.

Antworten von Jutta

Wie machen wir Mobilität für junge Menschen bezahlbar?

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN MV fordert für alle jungen Menschen U27 ein kostenfreies Ticket, außerdem wollen wir ein flächendeckendes und gut abgestimmtes ÖPNV-Netz im ganzen Land, damit alle auch ohne Auto bezahlbar von A nach B kommen.
Mobilität ist Grundvoraussetzung für alle jungen Menschen, sie ist Daseinsfürsorge auch in einem Land mit langen Wegen. Wer für den Weg zum Sport, ins Ehrenamt oder zu seinen Freunden darauf angewiesen ist von anderen gefahren zu werden kann sich nur schwer zu einem selbständigen Menschen entwickeln. Die Zeiten, wo öffentliche Mobilität sich auf den Weg zur Schule und wieder nach Hause beschränkt, muss beendet werden. Mobilität ist Teilhabe und damit unverzichtbar.

Wie wollen Sie die ÖPNV-Anbindungen im ländlichen Raum und das Schienen- und Radwegenetz ausbauen?

s. Antwort Frage 9. Mobilität muss einfach, preisgünstig und verlässlich sein, ein Stundentakt muss landesweit verbindlich mindestens bis 22 Uhr auch im ländlichen Raum funktionieren.

Wie wollen Sie bessere Standortfaktoren für Betriebe in M-V schaffen?

Mecklenburg-Vorpommern bietet beste Voraussetzungen für die Ökonomie der Zukunft. Wir haben Platz und wir haben Erneuerbare Energie. Das ist Zukunftsenergie, die wir vorrangig hier vor Ort nutzen wollen. Das sind nicht nur gute Standortfaktoren an der Küste, sondern auch im Handwerk und der Industrie im ganzen Land.
Wir wollen bessere Rahmenbedingungen für Gründer*innen schaffen, etwa durch die Reduzierung von Bürokratie, eine one-stop-agency und eine ressortübergreifende Landesstrategie für Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft.
Mecklenburg-Vorpommern ist Zukunftsland, wir werden das fördern.

Wie können wir es jungen Menschen, die noch kein bzw. wenig Geld verdienen, erleichtern, günstigen Wohnraum zu finden?

Für Auszubildende wollen wir bezahlbaren Wohnraum ausbauen, außerdem einen Azubi-Start-Bonus von 1.500 € einführen.
Außerdem stocken wir das Landeswohnraumprogramm „Wohnungsbau sozial“ auf, damit mehr bezahlbarer Wohnraum entsteht. Außerdem werden wir die Mietpreisbremse und das Mietrecht konsequent umsetzen. Um Wohnaum und Wohnbedarf zusammenzuführen wollen wir ein Aktionsprogramm Wohnungstauschbörse initiieren.

Wie können wir Schüler*innen, Auszubildenden und Studierenden einen besseren Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglichen?

Wir fördern die frühe Berufsorientierung an den Schulen durch Patenschaften zwischen Schulen um Betrieben, wollen die Erreichbarkeit von Berufsschulen und Ausbildungsbetrieben verbessern und eine bessere start-up-Kultur an den Hochschulen etablieren.
Wir wollen die Möglichkeit von Landzeitpraktika verbessern und sorgen für eine stärkere Verzahnung von Hochschulen und Fachschulen mit regionalen Unternehmen, um den Verbleib von Absolventinnen im Land zu erhöhen.

Antworten von Jutta

Wo sehen Sie Ihre Verantwortung beim Rechtsruck und was werden Sie zukünftig dagegen tun?

Der zunehmende Rechtsruck in unserem Land macht mir große Sorgen. Mit meinem persönlichen Handeln will ich ein gutes Beispiel für eine klare Haltung gegenüber Rechtsextremismus sein.
Aber auch in der Schule braucht es mehr Angebote, Demokratiebildung muss Querschnittsaufgabe sein.
Das Herz der Demokratie ist die Mitwirkung der Bürger*innen. Deshalb wollen wir Elemente der Direkten Demokratie, wie z.B. Bürgerräte stärken. Außerdem wollen wir die Landespolitik transparenter machen. Nur wer sich auskennt und mitwirken kann, kann sich auch für demokratische Verfahren stark machen.

Wie stehen Sie zum AfD-Verbotsverfahren?

Das aktuell vorliegende Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte e.V. macht sehr deutlich, dass ein Verbotsverfahren auf einer guten Grundlage steht. Bereits die NPD wurde durch das Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt. Ein Verbot ist nur deshalb nicht erfolgt, weil die Bedeutung im politischen Alltag der NPD zu gering war.
Das ist bei der AfD anders, auch sind die Anhaltspunkte, dass sie in ihrem Verhalten nicht auf dem Boden des Grundgesetzes steht, ausgeprägter als bei der NPD.
Es ist aus meiner Sicht richtig, dass das Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht endlich begonnen wird, bevor es zu spät ist. Nur weil die AfD eine große Zahl von Wähler*innen hat ist sie keine demokratische Partei. Das feststellen kann nur das Bundesverfassungsgericht und deshalb sollte das Verbotsverfahren aus meiner Sicht begonnen werden.

Wie stehen Sie zu frei verfügbaren Periodenprodukten auf allen Toiletten?

Positiv

In M-V gibt es immer mehr sehr arme und in Deutschland sehr reiche Menschen. Finden Sie das gerecht? Wenn nein, wie wollen Sie das ändern?

Eine der größten Herausforderungen unserer Zeit ist die sich immer stärker ausweitende Spaltung zwischen Arm und Reich. Hier sehe ich einen Handlungsbedarf insbesondere im Steuerrecht. Eine faire Erbschaftssteuer und die Abschaffung von Fehlanreizen im Steuerrecht ist ein erster wichtiger Schritt. Erste zaghafte Schritte sind, auch durch die Aktivitäten des Vereins „Finanzwende“ jetzt erkennbar. Auch in der Bundespolitik gibt es inzwischen Aktivitäten. Hier will ich nach meinen Kräften unterstützen.

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