Lennart Harms

Lennart Harms

Wo feiern Sie am liebsten? Was ist für Sie ein feierlicher Ort?

Ich habe keine feste Lokation. Ein perfekter Partyort ist für mich dort, wo sich meine Freunde und ich gerade wohl fühlen. Das kann eine kleine Bar oder auch ein großes Festival sein.

Nutella-Brot mit oder ohne Butter?

Tatsächlich mit Butter. ->Gegenfrage: Pizza mit Ananas oder ohne?

Antworten von Lennart

Bildung & Medien

Antworten von Lennart

Wie schaffen wir faire Lernbedingungen für alle Schüler*innen?

Wir brauchen unbedingt kleinere Lerngruppen/Klassen. Wenn Lehrkräfte endlich mehr Zeit und Kapazitäten für Einzelne haben, wird es besser klappen.

Wie wollen Sie einen respektvollen und kompetenten Umgang von Lehrkräften zu Schüler*innen sicherstellen?

Unterricht ist ein Miteinander. Freundlichkeit und Respekt sollten stets Teil des Unterrichts sein. Andersherum müssen Schülerinnen und Schüler auch sehen, dass Lehrkräfte auch nur Menschen sind. Auch Lehrkräfte können einen schlechten Tag haben oder gestresst sein. Alle sollten rücksichtsvoll sein. Sozialkompetenztraining in den ersten Klassen (Grundschule) kann da den Weg ebnen. Dort wird Toleranz, Achtung, Respekt und ein freundliches Miteinander geübt. Leider gibt es das noch nicht an allen Grundschulen.

Wie wollen Sie die Qualität des Schulessens verbessern?

Die Stadt Rostock geht da einen tollen Weg. Um das Schulessen kümmert sich dort ein regionales Unternehmen („Die Mittagsmatrosen“). Die achten besonders auf gesunde, regionale und nachhaltige Produkte. Dabei geht es nicht um Profite, sondern um eine gute Versorgung der Kinder. Außerdem vermitteln die Mittagsmatrosen mit verschiedenen Projekten, was gesundes Essen bedeutet und woraus es besteht.

Wie stehen Sie dazu, Chinesisch oder andere wichtig werdende Sprachen als zweite Fremdsprache anzubieten?

Fremdsprachen sind in unserer globalisierten Welt enorm wichtig. Ich würde mir mehr Angebote wünschen. Vielleicht lässt sich da in Zukunft auch stärker die KI mit Lernprogrammen nutzen. Denn nur die wenigsten Lehrkräfte können das an Schulen unterrichten.

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Wie stehen Sie zu einem eigenen Unterrichtsfach „Medienbildung“?

Ich bin Mitglied in einer Arbeitsgruppe, die sich hauptsächlich mit Bildung auseinandersetzt. Medienbildung ist quasi bei jedem Termin ein Schwerpunkt. Das Fach Medienbildung ist in meinen Augen längst überfällig! Medien, egal welcher Art, spielen in unserem täglichen Leben eine Hauptrolle. Kinder und Jugendliche gut darauf vorzubereiten ist in meinen Augen das Gleiche wie Lesen und Schreiben lernen. Ja, ich halte Medienbildung für genauso wichtig wie Deutsch.

Was wollen Sie gegen Pornografie mit KI, also Deepfakes, im Internet machen?

Als Grundschullehrer ist mir der Schutz unserer Kinder und Jugendlichen extrem wichtig. Der Schutz vor pornografischen Inhalten ist für mich genauso hoch zu bewerten wie der Schutz vor körperlicher oder psychischer Gewalt. Wir brauchen eine gute Aufklärung, damit alle Menschen wissen, dass das kein „Spaß“ ist. Andererseits brauchen wir auch eine gut ausgestattete Strafverfolgung und höhere Strafen für Täter. Mit Deep-Fakes kann man ganze Leben zerstören.

Wie befähigen wir junge Menschen zu einem sicheren und konstruktiven Umgang mit KI?

Das oben angesprochene Fach Medienbildung ist da der Schlüssel. Lehrkräfte müssen darin geschult und fortgebildet sein. Kinder und Jugendliche müssen langsam an das Thema herangeführt werden. Dabei sollten neben dem Nutzen auch die Gefahren von KI thematisiert werden.

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Wie machen wir Mobilität für junge Menschen bezahlbar?

Am besten wäre ein landesweites Schülerticket. Für Studenten und Auszubildende sollte es vergünstigte Deutschland-Tickets geben.

Wie wollen Sie die ÖPNV-Anbindungen im ländlichen Raum und das Schienen- und Radwegenetz ausbauen?

Der ÖPNV sollte nicht nur rentabel gedacht werden. Mobilität ist ein Grundbedürfnis aller Menschen. Rufbus-Systeme können eine Lösung sein. Über eine App könnten auch im ländlichen Raum Busse eingesetzt werden und das auch, wenn dieser sich finanziell gar nicht lohnt. Flexibilität ist da das Stichwort. Denn nicht jeder Ort kann permanent durch den ÖPNV angesteuert werden. Es sollten aber auf jeden Fall Angebote da sein.
Den Schienenausbau sehe ich höchstens in Regionen, wo viele Menschen oder Dienstleister profitieren. Schienen durchschneiden Ökosysteme genauso wie Straßen. Ein Ausbau sollte wenn dann mit sehr viel Bedacht erfolgen.
Dem Ausbau der Radwege stehe ich da viel offener gegenüber. Radwege können an bestehende Straßen oder Trassen angebunden sein. Diese sollte man großzügig und sicher bauen.

Wie wollen Sie bessere Standortfaktoren für Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern schaffen?

Betriebe brauchen Infrastruktur, klar. Aber mein Augenmerk liegt auch auf den Beschäftigten. Auch diese brauchen eine lebenswerte Umgebung. Dort, wo Menschen gute Angebote für ein zufriedenes Leben haben, werden auch Betriebe gute Leute finden. Ansonsten brauchen Betriebe natürlich gute logistische Anbindungen, Breitband- und Energieversorgung (am besten mit grünem Strom aus MV) uvm..

Wie können wir es jungen Menschen erleichtern, günstigen Wohnraum zu finden?

Das Bafög darf nicht eingeschränkt werden. Außerdem brauchen wir Prämien für Auszubildene (z.B. einen vergünstigten Führerschein). Darüberhinaus gibt es schon Projekte, in denen günstiger Wohnraum für junge Leute offen gehalten wird. Das sollte mittel- und langfristig ein Standard werden.

Wie können wir Schüler*innen, Azubis und Studierenden einen besseren Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglichen?

Einige Betriebe haben schon eine Praktikumsvergütung. Ein Praktikum zu machen ist in meinen Augen keine Ausbeutung, sondern eine klare Orientierung. Firmen aller Art schauen in den Bewerbungen genau hin. Menschen, die viele Praktika vorweisen, sind engagiert und zielstrebig und werden daher gerne genommen. Doch Praktika sind kostenaufwändig, da sie oftmals kein Geld einbringen. In vielen Branchen wären bezahlte Praktika ein absoluter Gewinn. Langfristig würden davon auch die Betriebe profitieren, da sie motivierte und gute Leute einstellen können.

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Wo sehen Sie Ihre Verantwortung beim Rechtsruck und was werden Sie dagegen tun?

Dem Rechtsruck begegne ich stets mit Fakten. Natürlich gehe ich auch auf Demos und zeige Flagge für Respekt und Toleranz. Doch ich bin kein Fan von ziviler Spaltung. Wir sollten alle Menschen mitnehmen und ihre Sorgen ernst nehmen. Darauf folgend müssen wir mit den Menschen reden und ihnen zeigen, dass rechte Parteien und Organisationen aus den verschiedensten Gründen keine gute Alternative für das Leben dieser Menschen sind.
Ansonsten ist für mich als SPD-Mitglied aber klar: Klare Kante gegen Hetze, Lügen und die bewusste Spaltung unserer Gesellschaft!
Ich stehe für Toleranz und Respekt und das vermittle ich auch den Kindern in meiner Grundschule.

Wie stehen Sie zum AfD-Verbotsverfahren?

Ja.

Wie stehen Sie zu frei verfügbaren Periodenprodukten auf allen Toiletten?

Das ist längst überfällig! Warum junge Mädchen und Frauen für etwas so wichtiges extra bezahlen sollen, kann ich in einer modernen Gesellschaft nicht verstehen.

Finden Sie die Einkommensverteilung gerecht? Wie wollen Sie das ändern?

Wir brauchen eine Vermögens- und eine Erbschaftssteuer, die sehr reiche Leute stärker in die Pflicht nimmt. Wenn jemand 50 Mio. Euro auf der Bank hat, wird der auch ein fantastisches Leben führen können, wenn es „nur“ 45 Mio. Euro sind. Deutschland braucht Leistungsträger und einige Menschen haben sich Reichtum auch redlich verdient. Aber wir sind eine Gesellschaft und da sollten alle mit ihren Möglichkeiten mitwirken.

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