Marion Fritzsche
- 41-50 Jahre
- Mecklenburgische Seenplatte V
- Bündnis Sahra Wagenknecht
Wo feiern Sie am liebsten?
Diese Frage habe ich mir persönlich nie gestellt. Das „wo“ war nicht wichtig, eher das mit wem.
Was ist für Sie ein feierlicher Ort?
Ich denke, ein Saal mit Parkettfußboden.
Tatsächlich habe ich an vielen verschiedenen Orten gefeiert. Sehr oft war es in einer Gastronomie mit einem großen Saal. Warum Parkettfußboden? Darauf lässt es sich besonders gut tanzen.
Meine erste Feier war in unserem abgedunkelten Gymnastikraum der Schule. Einer von den älteren Schülern legte die Musik auf.
Ich habe aber auch schon auf einem großen Floß, welches über einen Binnensee fuhr, gefeiert. Das Floß war ausgestattet mit einem großen Sofa (auf dem hatte ein großer Hund platz genommen), einem Grill, Essen und Trinken, einer Feuerstelle, einer Musikanlage, einem Ofen (der mit Holz beheizt wurde) und Biergartengarnituren.
Letzteres war sicher das Verrückteste, wo ich dabei war.
Hinweis: Die Bundesspitze des BSW hat sich direkt an die AfD gewandt und Gespräche über eine Zusammenarbeit in einzelnen politischen Fragen vorgeschlagen. Der BSW-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern schließt eine Koalition mit der AfD und die Wahl eines AfD-Ministerpräsidenten aus. Gleichzeitig erklärt er, bei einzelnen Themen mit ihr zusammenzuarbeiten, wenn es inhaltliche Übereinstimmungen gibt.
Antworten von Marion
Bildung & Medien
Antworten von MArion
Wie schaffen wir faire Lernbedingungen für alle Schüler*innen?
In dem Dinge die von allen Beteiligten als gut empfunden werden erhalten bleiben. Darüber muss man sich erst mal klar werden. Das sollte auf der Grundlage des vorhandenen Schulgesetzes und den entsprechenden gewählten Gremien ermittelt werden. Ich könnte mir vorstellen, dass ist der überwiegende Teil. Was nicht gut läuft ist sicher schnell benannt, auch von den Gremien. Dann muss man abwägen/ priorisieren, was man wie zuerst ändert. Ist die Entscheidung gefallen, sollten alle Beteiligten das respektieren und danach in der Schule lernen. Es ist immer ratsam, wenn Eltern zu Hause das Vertrauen der Schüler in Schule unterstützen. Passiert das nicht, ist der Schüler der Leidtragende.
Wie wollen Sie einen respektvollen und kompetenten Umgang von Lehrkräften zu Schüler*innen sicherstellen?
Diese Frage enthält eine einseitige Wertung. Ich arbeite nicht in der Schule und möchte mich da distanzieren. Meine Erfahrung war, wenn ich einen Lehrer nicht mochte, dann lernte ich in seinem/ ihrem Fach schlechter oder gar nicht. War aber dann mein Pech! Später habe ich gelernt, dass zwischen Menschen, die sich nicht mögen die Kommunikation/ die Verständigung überwiegend auf die Beziehungsebene geht und leider nicht auf die Sachebene. Ich habe also viel weniger von dem, was für mich relevant war, aufgenommen.
Wie wollen Sie die Qualität von Schulessen verbessern?
Ich möchte, dass das Land MV in ein gesundes, frisch gekochtes, finanziell gefördertes Schulessen investiert. Es darf etwas kosten und für die entsprechende Küche gibt es mehr Subventionen, wenn regionale Produkte verarbeitet werden. Der Nebeneffekt sind die Entstehung von Arbeitsplätzen und die Abnahme von regional erzeugten Produkten ohne den Einzelhandel.
Wie stehen Sie dazu, Chinesisch oder andere wichtig werdende Sprachen an Schulen als 2. Fremdsprache anzubieten?
Mir scheint Deutsch die erste Fremdsprache zu sein und dann haben wir bereits als zweite Sprache Englisch. Ob Chinesisch dann die Wichtigste dritte Fremdsprache wäre, vermag ich nicht zu beurteilen. Leistungsstarke Schüler/ Schülerinnen oder Schüler/Schülerinnen mit einer leichten Aufnahme von Sprache, sollten eine dritte Sprache angeboten bekommen. Je früher, dann ist es wohl um so besser. Die deutsche Sprache ist, meiner persönlichen Meinung nach, zu schützen. Sie identifiziert und verbindet uns als Gesellschaft und sollte absoluten Vorrang im Unterricht haben. Gendern ist für mich schlimm anzuhören. Ich mache mir lieber die Mühe und spreche alle Personen extra an. Die deutsche Sprache darf sich verändern, aber nicht durch „Anordnung von oben“.
Medienbildung & KI
Antworten von Marion
Wie stehen Sie zu einem eigenen Unterrichtsfach „Medienbildung“?
Hier möchte ich einmal betonen, dass Politiker und Politikerinnen Rahmenbedingungen schaffen sollen. Diese Frage muss , meiner Meinung nach, vom Fachpersonal beantwortet werden. Der Umgang mit Medien sollte im Elternhaus und in der Schule behandelt werden. Ich möchte darauf hinweisen, dass die Veränderung von Medien rasant sind und sich ein Unterrichtsfach „Medienbildung“ nur im geschichtlichen Kontext anzubieten scheint. Vielleicht wäre es gut, wenn jeder Fachlehrer in seinem Fach Medien einbezieht und einordnet.
Was wollen Sie gegen Pornografie mit KI (Deepfakes) im Internet machen?
Für die Betroffenen ist jeder Missbrauch eine Katastrophe und wir haben bei weitem Missbräuche jeglicher Art nicht unter Kontrolle. Auch gegen Deepfakes, wird es keine schnelle Lösung geben.
Wie befähigen wir junge Menschen zu einem sicheren und konstruktiven Umgang mit KI?
Bei der Beantwortung ihrer Fragen, habe ich mich gegen die Nutzung von KI entschieden. Das gesamte Frage- und Antwortprotokoll bei KI wird gespeichert. Ich weiß nicht wofür und wer davon profitiert, unheimlich oder? Je mehr man selbst Preis gibt, desto klarer kann eine Art Profil von einem selbst erstellt werden. Man macht sich im Grunde angreifbar. Ich habe KI schon erfolgreich genutzt und auch von anderen gehört, wie begeistert sie sind, aber ich bleibe vorsichtig.
M-V attraktiver machen; Ausbildung / Studium / Arbeit
Antworten von Marion
Wie machen wir Mobilität für junge Menschen bezahlbar?
Der öffentliche Nahverkehr muss für alle massiv ausgebaut werden. Es muss sinnvoll sein, sich das Deutschlandticket, für heute 58 €, in MV zu holen.
Wie wollen Sie die ÖPNV-Anbindungen im ländlichen Raum und das Schienen- und Radwegenetz ausbauen?
In jedem Amt muss es einen Verantwortlichen für den öffentlichen Verkehr geben und die müssen zusammen arbeiten. Sie erstellen das Netz, dann werden die Busse gekauft und das Personal geordert/ ausgebildet. Zu einem Zeitpunkt „x“ beginnt der neue Fahrplan und der Staat garantiert den Bürgern, dass er diesen Verkehr für 10 Jahre finanziell und voll umfänglich mit trägt. Der Bürger soll die Möglichkeit erhalten, sich komfortabel ohne Auto von A nach B zu bewegen. Ich glaube, bei der Bahn hat der Bund viel mit zu entscheiden. Das wird schwieriger. Fahrräder können notfalls auf Straßen fahren. Für sie müssen sich die Automobile einschränken, denn die finanzielle Absicherung des Busfahrplanes hat Priorität.
Wie wollen Sie bessere Standortfaktoren für Betriebe in M-V schaffen?
Zu einem guten Standortfaktor für Unternehmen gehört gut qualifiziertes Personal. Das gebe ich mal zurück an Sie als Schüler! Wie wollen Sie gutes Personal für innovative Betriebe werden?
Wie können wir es jungen Menschen, die noch kein bzw. wenig Geld verdienen, erleichtern, günstigen Wohnraum zu finden?
Darauf habe ich zum jetzigen Zeitpunkt leider keine Antwort.
Wie können wir Schüler*innen, Auszubildenden und Studierenden einen besseren Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglichen?
Ich hatte selbst mal ein Projekt. Es heißt Wegefinder. Ab der fünften Klasse, geht es schrittweise um die Vorbereitung auf das spätere Arbeitsleben. Es müsste möglich sein, dass der Rufbus Schüler zum Praktikumsbetrieb fährt und wieder abholt. Der Fahrpreis sollte ermäßigt sein.
Rechtsextremismus; Themen junger Menschen in M-V
Antworten von Marion
Wo sehen Sie Ihre Verantwortung beim Rechtsruck und was werden Sie zukünftig dagegen tun?
Was ist „Rechts“, „Mitte“ und was ist „Links“? Diese Begriffe werden, meiner persönlichen Meinung nach, missbraucht.
Ist Vernunft & Gerechtigkeit „Links“? Ich denke nicht, aber dennoch wird das BSW „Links“ verortet.
Ich habe mich bereits dafür entschieden, eine wesentlich moderatere Oppositionspartei zu unterstützen und eben nicht die AfD. Allerdings kommt auch keine von den etablierten Parteien für mich in Frage.
Die voranschreitende Spaltung in der Gesellschaft ist schlecht für uns, denn ein gespaltenes Land ist ein schwächeres Land. Die emotionale Ebene, muss auf die Sachebene geführt werden und das in allen Bereichen. Wir müssen unsere Probleme lösen und aufhören gegeneinander zu kämpfen. Darum stehe ich zu dem was das BSW fordert und das ist eine Zusammenarbeit mit den AfD- Abgeordneten, um die Probleme der Bürger zu lösen. Gute Anträge der AfD werden unterstützt.
Wie stehen Sie zum AfD-Verbotsverfahren?
Es sind bereits mehrere Anläufe dazu, von den etablierten Parteien, grandios gescheitert, mit dem Ergebnis, dass sie die AfD noch stärker gemacht haben.
Ich denke, dass man die AfD nur inhaltlich stellen kann. Dazu muss man die gewählten AfD – Abgeordneten ihre Entscheidungen treffen lassen. Daran wird dann auch der Wähler erkennen, was für eine Partei die AfD ist.
Leider ist MV eines der „Versuchsfelder“ der AfD.