Mattias Kagel
- 41-50 Jahre
- Mecklenburgische Seenplatte III
- CDU
Wo feiern Sie am liebsten? Was ist für Sie ein feierlicher Ort?
Am liebsten feiere ich zu Hause, in unserer besonderen Hofmanufaktur und unserem Hofladen – in meiner vertrauten Umgebung und im Kreise meiner Liebsten. Ein feierlicher Ort ist für mich genau da, wo regionale Qualität, Herzblut und vertraute Menschen zusammenkommen. Wo Gemeinschaft spürbar ist, echte Begegnungen stattfinden und das Miteinander zählt, ist für mich der allerbeste Ort zum Feiern.
Nutella-Brot mit oder ohne Butter?
Mit Butter! Ohne fehlt einfach die richtige Grundlage.
Antworten von Mattias
Bildung & Medien
Antworten von Mattias
Wie schaffen wir faire Lernbedingungen für alle Schüler*innen?
Faire Lernbedingungen entstehen, wenn wir Schule neu denken und Digitalität sowie KI als Chance nutzen. Wir müssen jungen Menschen früh Prävention im Umgang mit KI und Social Media vermitteln und gleichzeitig ihre Gesundheit durch echtes Wissen über regionale Lebensmittel stärken. Wer aufgeklärt, gesund und digital kompetent aufwächst, hat die besten Karten für die Zukunft.
Wie wollen Sie einen respektvollen und kompetenten Umgang von Lehrkräften zu Schüler*innen sicherstellen?
Respekt entsteht, wenn Lehrkräfte auf das wahre Leben und die Wirtschaft vorbereiten, statt Ideologien zu vermitteln. Wir brauchen Lehrkräfte, die als echte Vorbilder agieren und auf Augenhöhe den Wert von Leistung und Praxiswissen vermitteln. Wer jungen Menschen handfestes Rüstzeug für die Arbeitswelt mitgibt, anstatt sie nur zu belehren, verdient sich diesen Respekt ganz automatisch.
Wie wollen Sie die Qualität von Schulessen verbessern?
Gutes Schulessen funktioniert nur, wenn die Eltern mitziehen und Kindern zu Hause sowie in der Schule den Wert vernünftiger Ernährung vermitteln, statt Schokoriegeln den Vortritt zu lassen. Auch wenn eigene Schulküchen finanziell und organisatorisch oft schwer umsetzbar sind, müssen wir auf regionale Caterer setzen, die frisch vor Ort kochen. Wenn heimische Produkte verarbeitet werden, kommt wieder echtes, gesundes Essen auf den Teller.
Wie stehen Sie dazu, Chinesisch oder andere wichtig werdende Sprachen an Schulen als 2. Fremdsprache anzubieten?
Chinesisch als Wahlfach anzubieten, ist eine gute Chance für die Wirtschaft von morgen. Wichtig ist aber, dass das Angebot freiwillig bleibt und solide Grundlagen in Deutsch und Englisch Vorrang haben. Praxisnahes Wissen zählt mehr als sture Lehrpläne.
Medienbildung & KI
Antworten von Mattias
Wie stehen Sie zu einem eigenen Unterrichtsfach „Medienbildung“?
Ein eigenes Fach ist nicht nötig, denn Medienkompetenz gehört praxisnah in alle Schulfächer integriert. Schüler müssen den kritischen und sicheren Umgang mit Medien, KI und Fakenews lernen, statt sture Theorie auswendig zu lernen. Es kommt auf das echte Verständnis im Alltag an, nicht auf noch mehr Schulstunden.
Was wollen Sie gegen Pornografie mit KI (Deepfakes) im Internet machen?
Hier braucht es harte strafrechtliche Konsequenzen für Täter und eine klare Haftung der Plattformbetreiber. Gleichzeitig müssen wir Jugendliche an den Schulen frühzeitig und präventiv über die Gefahren und Rechtsfolgen von KI-Deepfakes aufklären. Wer Persönlichkeitsrechte im Netz verletzt, muss die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.
Wie befähigen wir junge Menschen zu einem sicheren und konstruktiven Umgang mit KI?
Junge Menschen lernen den sicheren Umgang mit KI am besten durch die Praxis im echten Leben, nicht durch graue Theorie. Wir müssen KI als praktisches Werkzeug im Unterricht nutzen und gleichzeitig kritische Medienkompetenz sowie Eigenverantwortung vermitteln. Wer versteht, wie KI funktioniert und wo ihre Grenzen liegen, lässt sich nicht manipulieren, sondern nutzt sie als echten Nutzwert für Zukunft und Beruf.
M-V attraktiver machen; Ausbildung / Studium / Arbeit
Antworten von Mattias
Wie machen wir Mobilität für junge Menschen bezahlbar?
Kinder bis 14 Jahre müssen überall völlig kostenfrei fahren – ganz ohne Bürokratie. Für Jugendliche und Azubis brauchen wir zudem ein bezahlbares Ticket, das im ganzen Land gilt. Gerade im ländlichen Raum müssen Busse und Ruftaxis verlässlich fahren, damit junge Menschen nicht am Geld für den Weg zur Schule oder Ausbildung scheitern.
Wie wollen Sie die ÖPNV-Anbindungen im ländlichen Raum und das Schienen- und Radwegenetz ausbauen?
Wir müssen ehrlich sein: Der ÖPNV auf dem Land wird sich nie von selbst tragen – das ist eine Versorgungsaufgabe der Daseinsvorsorge. Junge Menschen brauchen verlässliche Angebote wie Rufbusse, das kostenfreie Fahren für Kinder bis 14, ein vergünstigtes Azubi-Ticket und Entlastung beim Führerschein. Mobilität auf dem Land ist kein Luxus, sondern die Grundvoraussetzung für Ausbildung, Job und Zukunft in der Heimat.
Wie wollen Sie bessere Standortfaktoren für Betriebe in M-V schaffen?
Wir müssen Bürokratie abbauen, Arbeitsplätze sichern und Unternehmertum wieder Wertschätzung entgegenbringen. Betriebe brauchen planbare Energiepreise, eine moderne digitale Infrastruktur und schnelle Genehmigungsverfahren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Wenn die Politik der Wirtschaft Raum zum Atmen gibt, entstehen zukunftssichere Jobs und gute Ausbildungsplätze direkt bei uns in M-V.
Wie können wir es jungen Menschen, die noch kein bzw. wenig Geld verdienen, erleichtern, günstigen Wohnraum zu finden?
Wir brauchen zielgerichtete Unterstützung wie Ausbildungs- und Wohnheimplätze sowie günstige Wohnungen durch gezielte Förderung für Azubis und Studierende. Statt den Markt mit Bürokratie zu lähmen, müssen wir das Bauen vereinfachen und kommunalen Wohnungsgesellschaften sowie Genossenschaften den Rücken stärken. Wer eine Ausbildung oder ein Studium bei uns beginnt, muss sich das Wohnen vor Ort leisten können.
Wie können wir Schüler*innen, Auszubildenden und Studierenden einen besseren Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglichen?
Wir müssen Unternehmen bei der Nachwuchsgewinnung viel stärkere Unterstützung bieten und sie entlasten. Gleichzeitig gehört echte berufliche Orientierung direkt in die Schulen – und zwar durch verpflichtende Praktika. Schüler müssen frühzeitig erleben, was regionale Betriebe und das Handwerk leisten. Wenn Wirtschaft und Schule Hand in Hand arbeiten, finden junge Menschen ohne Umwege den passenden Beruf.
Rechtsextremismus; Themen junger Menschen in M-V
Antworten von Mattias
Wo sehen Sie Ihre Verantwortung beim Rechtsruck und was werden Sie zukünftig dagegen tun?
Verantwortung bedeutet für mich, Vertrauen durch verlässliche Politik zurückzugewinnen. Wir müssen Integration einfordern und fördern: Wer zu uns kommt, braucht klare Perspektiven für Arbeit und Sprache, während Regeln für alle lückenlos gelten müssen. Gleichzeitig braucht unsere Region funktionierende Ämter, eine starke Außenpolitik zur Fluchtursachenbekämpfung und echte Zukunftschancen für die Jugend – das stärkt die Mitte und den Zusammenhalt in unserem Land.
Wie stehen Sie zum AfD-Verbotsverfahren?
Extremismus bekämpft man mit besserer Politik, nicht mit Verboten. Ein Verfahren polarisiert nur weiter und löst keine Probleme. Wir müssen die Sorgen der Menschen ernst nehmen, handfeste Ergebnisse liefern und politische Mitbewerber mit besseren Lösungen überzeugen.
Wie stehen Sie zu frei verfügbaren Periodenprodukten auf allen Toiletten?
Die Eigenverantwortung und Privatsphäre stehen hier an erster Stelle. Damit Schülerinnen im Notfall nicht im Regen stehen, wären einfache Hygieneautomaten an Schulen eine saubere und pragmatische Lösung. Das sorgt für eine verlässliche Anlaufstelle vor Ort, ohne zusätzliche Bürokratie oder unnötige Kosten für die öffentliche Hand aufzubauen.
In M-V gibt es immer mehr sehr arme und in Deutschland sehr reiche Menschen. Finden Sie das gerecht? Wenn nein, wie wollen Sie das ändern?
Nein, ungerecht ist es, wenn sich Fleiß und Risiko nicht mehr lohnen. Unsere Wirtschaft – vom kleinen Handwerker über die Landwirtschaft bis zum Mittelstand – trägt dieses Land. Es muss sich wieder lohnen, selbstständig zu werden, weil genau dort der Wohlstand, die Innovationen und die Arbeitsplätze vor Ort geschaffen werden. Statt staatlicher Umverteilung brauchen wir weniger Bürokratie, mehr Wertschätzung für Unternehmertum und faire Bedingungen für alle, die etwas anpacken wollen.