Name Vorname
- 41-50 Jahre
- Neubrandenburg I
- CDU
Wo feiern Sie am liebsten? Was ist für Sie ein feierlicher Ort?
Am liebsten feiere ich dort, wo Familie, Freunde und gute Gespräche zusammenkommen, ganz egal, ob im eigenen Garten, auf einem Stadtfest oder bei einer Vereinsveranstaltung. Für mich ist ein feierlicher Ort kein bestimmter Platz, sondern ein Ort, an dem Menschen miteinander lachen, sich austauschen und einfach eine gute Zeit haben. Genau solche Begegnungen machen für mich unsere Heimat lebenswert.
Nutella-Brot mit oder ohne Butter?
Ganz klar: ohne Butter. Wobei ich gestehen muss, dass Nutella bei mir gegen Pistazien- oder Macadamiacreme meist keine Chance hat. Und ja… manchmal braucht es dafür nicht einmal ein Brot. Ein Löffel reicht. 😄
Antworten von Yvette
Bildung & Medien
Antworten von Yvette
Wie schaffen wir faire Lernbedingungen für alle Schüler*innen?
Faire Lernbedingungen bedeuten für mich, dass jedes Kind die gleichen Chancen bekommt, unabhängig davon, wo es lebt oder wie viel Geld die Eltern haben. Dafür brauchen wir weniger Unterrichtsausfall, gut ausgebildete Lehrkräfte und moderne Schulen. Gleichzeitig muss jedes Kind die Unterstützung bekommen, die es braucht. Entscheidend ist, dass am Ende Fleiß, Talent und Einsatz über den Bildungsweg entscheiden, nicht der Wohnort oder das Elternhaus.
Wie wollen Sie einen respektvollen und kompetenten Umgang von Lehrkräften zu Schüler*innen sicherstellen?
Respekt lässt sich nicht verordnen, aber er lässt sich vorleben. Schülerinnen und Schüler müssen sich ernst genommen fühlen, genauso brauchen Lehrkräfte Rückhalt und Wertschätzung für ihre anspruchsvolle Arbeit. Deshalb möchte ich, dass angehende Lehrkräfte auch im Bereich Kommunikation und Konfliktlösung gut vorbereitet werden. Gleichzeitig gilt: Respekt ist keine Einbahnstraße. Ein gutes Lernklima entsteht nur, wenn alle Verantwortung übernehmen.
Wie wollen Sie die Qualität von Schulessen verbessern?
Mit leerem Magen lernt niemand gerne. Deshalb sollte Schulessen ausgewogen, bezahlbar und vor allem so lecker sein, dass die Kinder es auch gerne essen. Wenn dabei möglichst regionale Produkte verwendet werden, profitieren unsere Kinder genauso wie die Landwirtschaft und Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern.
Wie stehen Sie dazu, Chinesisch oder andere wichtig werdende Sprachen an Schulen als 2. Fremdsprache anzubieten?
Ich glaube, Schule sollte junge Menschen auf eine Welt vorbereiten, die sich ständig verändert, nicht auf die Welt von gestern. Deshalb finde ich es gut, wenn Schulen bei den Fremdsprachen mehr Wahlmöglichkeiten anbieten können. Ob das Französisch, Spanisch oder an manchen Schulen auch Chinesisch ist, sollte vom Bedarf und den Möglichkeiten vor Ort abhängen. Wichtig ist für mich aber: Neue Angebote dürfen nicht zulasten der Grundlagen gehen. Gute Deutschkenntnisse, ein sicherer Umgang mit Englisch und möglichst wenig Unterrichtsausfall bleiben dabei zentrale Aufgaben.
Medienbildung & KI
Antworten von Yvette
Wie stehen Sie zu einem eigenen Unterrichtsfach „Medienbildung“?
Digitale Medien gehören heute ganz selbstverständlich zum Alltag junger Menschen. Sie nutzen soziale Netzwerke, KI und viele weitere digitale Angebote. Gleichzeitig weiß ich auch, wie herausfordernd es für viele Eltern ist, ihre Kinder dabei gut zu begleiten. Deshalb sollte Medienbildung aus meiner Sicht nicht nur in einem einzelnen Unterrichtsfach stattfinden, sondern sich durch viele Fächer ziehen. Entscheidend ist, dass junge Menschen lernen, Informationen kritisch zu hinterfragen, Risiken zu erkennen und digitale Medien verantwortungsvoll zu nutzen.
Was wollen Sie gegen Pornografie mit KI (Deepfakes) im Internet machen?
Ein Foto kann heute innerhalb weniger Minuten so verändert werden, dass es für viele Menschen echt aussieht. Genau das macht KI-Deepfakes so gefährlich. Niemand darf befürchten müssen, dass das eigene Gesicht für pornografische Inhalte missbraucht wird. Solche Taten müssen konsequent verfolgt und die Plattformen stärker in die Verantwortung genommen werden. Gleichzeitig müssen junge Menschen früh lernen, wie sie sich schützen können und wo sie Hilfe bekommen, wenn sie selbst betroffen sind.
Wie befähigen wir junge Menschen zu einem sicheren und konstruktiven Umgang mit KI?
KI wird das Leben der jungen Generation stärker verändern als das meiner Generation. Deshalb reicht es nicht, vor den Risiken zu warnen. Wir müssen junge Menschen darauf vorbereiten, die Chancen klug zu nutzen. Dazu gehört für mich, dass Schulen den Umgang mit KI ganz selbstverständlich vermitteln: Wie funktioniert sie? Wo kann sie helfen? Wo macht sie Fehler? Und wo beginnt die eigene Verantwortung? Wer diese Fragen beantworten kann, wird KI nicht nur nutzen, sondern auch kritisch hinterfragen können.
M-V attraktiver machen; Ausbildung / Studium / Arbeit
Antworten von Yvette
Wie machen wir Mobilität für junge Menschen bezahlbar?
Wer auf dem Land lebt, weiß: Mobilität ist keine Frage von Komfort, sondern oft die Voraussetzung dafür, überhaupt zur Schule, zur Ausbildung, zur Arbeit oder zum Sport zu kommen. Deshalb müssen Bus und Bahn für junge Menschen bezahlbar bleiben. Gleichzeitig dürfen wir nicht so tun, als wäre der ÖPNV überall die einzige Lösung. Gerade in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern brauchen wir gute Bus- und Bahnverbindungen, aber auch sichere Straßen und flexible Angebote dort, wo der Linienverkehr an seine Grenzen stößt. Mobilität darf nicht davon abhängen, wo jemand wohnt.
Wie wollen Sie die ÖPNV-Anbindungen im ländlichen Raum und das Schienen- und Radwegenetz ausbauen?
Es bringt wenig, wenn ein Busticket günstig ist, aber der Bus gar nicht fährt. Genau das erleben viele junge Menschen im ländlichen Raum. Wer kein eigenes Auto hat, ist oft auf Familie oder Freunde angewiesen. Das schränkt die Freiheit ein. Deshalb müssen Bus- und Bahnverbindungen verlässlicher werden, gerade morgens, abends und am Wochenende. Gleichzeitig brauchen wir ein besseres Schienennetz und sichere Radwege. Denn Mobilität entscheidet oft darüber, welche Ausbildung möglich ist, welchen Job man annehmen kann oder ob man Freunde und Familie unkompliziert besuchen kann.
Wie wollen Sie bessere Standortfaktoren für Betriebe in M-V schaffen?
Niemand sollte Mecklenburg-Vorpommern verlassen müssen, nur weil hier der passende Ausbildungs- oder Arbeitsplatz fehlt. Deshalb brauchen wir Unternehmen, die wachsen können und gute Perspektiven bieten. Dafür müssen Genehmigungen schneller werden, Bürokratie abgebaut und Straßen, Schienen sowie das digitale Netz weiter verbessert werden. Denn starke Betriebe sorgen nicht nur für gute Arbeitsplätze, sie geben jungen Menschen die Chance, ihre Zukunft hier in unserer Heimat aufzubauen.
Wie können wir es jungen Menschen, die noch kein bzw. wenig Geld verdienen, erleichtern, günstigen Wohnraum zu finden?
Eine eigene Wohnung ist für viele junge Menschen der erste Schritt in die Selbstständigkeit. Dieser Schritt sollte nicht am Geld scheitern. Deshalb brauchen wir mehr bezahlbaren Wohnraum für Auszubildende, Studierende und Berufseinsteiger. Gleichzeitig wünsche ich mir, dass junge Menschen durch gute Ausbildung und faire Löhne möglichst schnell auf eigenen Beinen stehen können, denn das gibt Freiheit und Perspektive.
Wie können wir Schüler*innen, Auszubildenden und Studierenden einen besseren Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglichen?
In meinem Berufsleben habe ich viele junge Menschen auf ihrem Weg ins Arbeitsleben begleitet. Deshalb weiß ich, wie wichtig praktische Erfahrungen und persönliche Kontakte sind. Wer früh einen Betrieb kennenlernt, findet oft leichter den Beruf, der wirklich zu den eigenen Stärken passt. Genau deshalb brauchen wir mehr Möglichkeiten für Praktika, Berufsorientierung und eine enge Zusammenarbeit zwischen Schulen, Hochschulen und Unternehmen. Ausbildung und Studium sind dabei für mich gleich wertvoll, entscheidend ist, dass jeder seinen eigenen Weg gehen kann.
Rechtsextremismus; Themen junger Menschen in M-V
Antworten von Yvette
Wo sehen Sie Ihre Verantwortung beim Rechtsruck und was werden Sie zukünftig dagegen tun?
Demokratie lebt davon, dass wir unterschiedliche Meinungen aushalten, aber sie endet dort, wo Menschen bedroht, ausgegrenzt oder unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung angegriffen werden. Deshalb stelle ich mich klar gegen Rechtsextremismus. Genauso lehne ich aber jede andere Form von Extremismus und politische Gewalt ab, unabhängig davon, ob sie von rechts, links oder aus anderen extremistischen Ideologien kommt. Meine Verantwortung sehe ich darin, Politik so zu machen, dass Menschen wieder Vertrauen in demokratische Lösungen gewinnen: durch Zuhören, ehrliche Debatten und konkrete Verbesserungen im Alltag. Denn Demokratie verteidigt man nicht nur mit Worten, sondern auch mit guter Politik.
Wie stehen Sie zum AfD-Verbotsverfahren?
Ein Parteiverbot ist eines der schärfsten Instrumente unserer wehrhaften Demokratie. Deshalb darf über das Verbot selbst nicht nach politischen Mehrheiten entschieden werden. Die Politik kann ein Verfahren beantragen; ob die gesetzlichen Voraussetzungen tatsächlich vorliegen, entscheidet aber allein das Bundesverfassungsgericht. Dass es diese Möglichkeit überhaupt gibt, halte ich für richtig. Denn eine Demokratie muss sich auch gegen diejenigen schützen können, die sie von innen heraus abschaffen wollen. Gerade weil ein Parteiverbot ein Mittel der letzten Wahl ist und die Hürden bewusst sehr hoch sind, stärkt es den Rechtsstaat, statt ihn zu schwächen. Wenn das Gericht zu dem Ergebnis kommt, dass die Voraussetzungen erfüllt sind, sollte diese Entscheidung akzeptiert werden. Sind sie nicht erfüllt, gilt das genauso.
Wie stehen Sie zu frei verfügbaren Periodenprodukten auf allen Toiletten?
Wer selbst oder in der Familie erlebt hat, was eine unerwartet einsetzende Periode im Schulalltag bedeuten kann, weiß: Das ist kein Randthema. Deshalb finde ich es richtig, dass wir offener darüber sprechen. Gerade an Schulen halte ich frei verfügbare Periodenprodukte für eine sinnvolle und praktische Unterstützung. Sie helfen Schülerinnen und jungen Frauen, deren Familien finanziell nicht so gut aufgestellt sind oder die unerwartet in eine Notsituation geraten. Für mich geht es dabei nicht um ein besonderes Privileg, sondern um eine selbstverständliche Hilfe im Alltag, ähnlich wie Toilettenpapier oder Seife.
In M-V gibt es immer mehr sehr arme und in Deutschland sehr reiche Menschen. Finden Sie das gerecht? Wenn nein, wie wollen Sie das ändern?
Leistung muss sich lohnen. Wer mit guten Ideen, harter Arbeit und unternehmerischem Mut erfolgreich ist, verdient dafür Anerkennung. Gleichzeitig macht mir Sorgen, wenn die Unterschiede zwischen sehr arm und sehr reich immer größer werden. Denn eine Gesellschaft hält nur zusammen, wenn Aufstieg möglich bleibt und niemand das Gefühl hat, abgehängt zu sein. Deshalb müssen wir vor allem in gute Bildung, faire Chancen, bezahlbaren Wohnraum und gute Arbeitsplätze investieren. Und ich finde auch: Wer besonders viel erreicht hat, trägt eine besondere Verantwortung für unsere Gesellschaft. Denn Soziale Marktwirtschaft bedeutet für mich: Chancen schaffen, Leistung anerkennen und niemanden zurücklassen.